Samstag, 31. Mai 2014

Kinderzimmer - Fritz Altmann - nursery

Aus der Sammlung
Sammlung Gronau/Sauerland
 Kinderzimmermöbel für die Puppenstube sind selten. Deshalb freue ich mich, diese Holzmöbel von Fritz Altmann nochmal genauer vorstellen zu können. Dies ist ein fast vollständiges Set, nur die Wiege fehlt.
Die Farben erinnern noch sehr an die Fünfziger, hellblau mit einem schwarzen Klebestreifen abgesetzt. Die Blumenbilder auf dem kleinen Schrank passen nicht so richtig dazu.
In einer Anzeige von 1967 und im Katalog von 1968 werden sie noch angeboten - seit wann sie hergestellt wurden kann ich nicht sagen.
Special furniture for the nursery in the dolls house was not often produced. That is why this set still made by Fritz Altmann around 1968 is so special. The material is still wood, Altmann never changed to plastic just like Bodo Hennig, and the colours pastel blue and black have still the 50s touch.
- unterschiedliches Design der Hochstühle, rechts mit runden Beinen -
- not exactly the same design, the high chair on the right has round legs - 

Katalogblatt von Fritz Altmann 1968

Der darauf abgebildete Kindertisch mit Stühlchen.
The children's table with little chair as seen on the catalogue drawing above.

Ein Schlafzimmer aus der Sammlung Katharina im passenden Design.
A livingroom from the Collection Katharina in the same colours.



 Foto
>>> Puppenstubenmuseum Jakobsweiler mit der Sammlung von Ingeborg Michno


Die Möbel sind auch >hier in einer Anzeige für ein Puppenhaus  zu sehen.
A photo of the set from 1967       >ad of a dollshouse 









"Mama, wach auf!"

"Wake up, Mommy!

Dienstag, 27. Mai 2014

Micky Maus - Mickey Mouse

Einzimmerstube (Selbstbau - DIY)
aus der Sammlung Anna Setz

 




Anna Setz: "Eine Puppenstube aus den 1930er oder frühen 50er Jahren. Ein Selbstbau, die grobe Heimarbeit eines Vaters?
In der damaligen Zeit war es wahrscheinlich schon schwierig, Holz für Spielzeug zu bekommen. Schleifpapier oder Schleifmaschinen waren nicht üblich.
Aber man hat sich anders geholfen. Damit die Innenwände zum Tapezieren glatt genug waren, klebte man zuerst Zeitungen an die Wände - genau wie im richtigen Leben.
Außen gab es einen Anstrich aus dicker weißer Lackfarbe.
Trotz ihrer Grobheit ist die Stube sorgfältig gearbeitet.
Dazu gab es eine lustige Kindertapete, etwas fröhliches in der damaligen Zeit: Mortimer Mouse von 1928 von Walt Disney.
Wann kam die Tapete nach Deutschland? Noch vor der braunen Zeit oder mit den amerikanischen Soldaten während der Besatzungszeit?"

Freitag, 23. Mai 2014

Glas aus - Gablonz - glass

Aus der Sammlung Bruchsal
From the Collection Bruchsal
Die Sammlerin ist sich sicher, dass dies "Gablonzer" Glasminiaturen sind, es steht leider kein Hersteller auf dem Karton.
Der Name "Gablonz" leitet sich nicht von einer Firma ab, sondern von einer Stadt in Böhmen (heute Tschechische Republik) in der schon seit dem 16. Jahrhundert Glas hergestellt wurde. Im 19. Jahrhundert erlebte die Gablonzer Industrie mit der Fertigung von Modeschmuck (Glasperlen, Strass) einen großen Aufschwung. In alle Welt wurde exportiert, dem Netzwerk der unterschiedlichsten Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben gehörten im Jahre 1938 über 4000 Unternehmen an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich Böhmen hinter dem Eisernen Vorhang. Die deutschen Einwohner aus der Region um Gablonz wurden von den neuen Machthabern vertrieben und viele siedelten sich im Süden West-Deutschlands in Kaufbeuren an. Ein ganzer Stadtteil beherbergte die vertriebenen Handwerker und Facharbeiter aus Gablonz, die in den Trümmern einer Munitionsfabrik ihre Werkstätten wieder aufbauten und Kontakt zu ihren Vorkriegskunden knüpften.
Der Stadtteil wurde 1952 umbenannt in 
Neugablonz
und ist heute wieder der größte Verbund Modeschmuck herstellender Betriebe der Welt.

The collector is sure that these are "Gablonz glass miniatures". Sadly there is no name on the beautiful box.
Googling the origin of that brand reveals a fascinating story:
the name derives not from a firm but from a town in Bohemia (today Czech Republic) where they produced glass since the 16th century. In the 19th the region boomed with success because of their famous costume jewellery (rhinestones) which was exported all over the world. In 1938 more than 4000 firms were involved in that industry.
After WWII Bohemia was behind the Iron Curtain and the German population was forced to leave - exactly the people who owned or worked in the glass industry. They could not take anything with them when they fled across the border into the south of Germany. Many of them settled in a quarter of the town Kaufbeuren where they revived their craft and contacted their former clients.
They were successful and in 1952 the quarter was renamed in 
Neugablonz = New Gablonz
Today it is the largest trade accociation for costume jewellery of the world.

Die Weingläser sind allerdings nicht aus Glas sondern aus Plastik. Man findet sie häufiger in älteren Puppenhäusern.
Actually the wine glasses are made of plastic and not of glass - they are frequently found in German older dolls houses.

Topf, Blüten und Blätter sind aus Glas.
Pot, leaves and blossoms are made of glass.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Puppen von - Milon Gehler - dolls

Aus der Sammlung Bruchsal
From the Collection Bruchsal
Diese freundlich lächelnden Puppenstubenpuppen sind von...
Dolls house dolls by...
 >>>Milon Gehler - MiGe

Montag, 19. Mai 2014

Tische - Bodo Hennig 1953 bis 1980 - tables

Eine Übersicht der --->Produkte von Bodo Hennig
 ist auf meinen Blog-Seiten oben zu finden.

A list of Bodo Hennig products you find
 ---> here  (on top of my blog)




1955-1957

 
1955-1960


1956-1957


 
1956-1964
ein Modell als Küchentisch und ein anderes als Wohnzimmertisch, auch in gelb


1958-1960


  
1961-1964

1961-1964

1965-1969
  
1965-1966


1965-1966



 1967-1969

1967-1975


1967-1975

1970-1971
1972-1978 wieder mit Bügelbeinen wie 1965-1969


1970-1989


1972-1980?


 
1972-1988
Panton

1976-1977

1978-1981

1979-1981                                    1979-1982

Freitag, 16. Mai 2014

Chronologie - C. Moritz Reichel - chronology

 Translation by Rebecca >>> here

Die Holzspielwarenfabrik C. Moritz Reichel aus dem Erzgebirge gab es seit 1883 und erst 1972, mit der Enteignung aller noch bestehenden mittelständischen Betriebe der DDR, wurde sie aufgelöst.
The toy factory C. Moritz Reichel in the ore mountains existed from 1883 to 1972 when it was nationalized by the East German Government like all still existing privately owned companies.


1958 feierte die Firma C. Moritz Reichel ihr 75jähriges Bestehen mit einer Erinnerungschrift:

Das Dorf Niederlauterstein im Erzgebirge, an dessen Fuß die Ruine der Burg Lauterstein stehe, habe neben Olbernhau, Seiffen und Grünhainichen auch Anteil am guten Ruf des erzgebirgischen Spielzeuglandes.
Am 18.2.1883
begann Carl Moritz Reichel in einem einstöckigen Häuschen mit der Herstellung von Holzspielwaren.
Ein großes Drehrad übertrug die Muskelkraft des Menschen auf die Kreissäge. 5 bis 6 Mann halfen dem Gründer bei der Arbeit.
1888 waren es schon 10 Personen, der Antrieb erfolgte nun durch eine Dampfmaschine mit 2 PS. 
Die Dampfmaschine wurde in den folgenden 26 Jahren viermal gegen eine stärkere ausgewechselt.
Die Beschäftigtenzahl stieg bis Beginn des 2.Weltkriegs auf 75. 1958 hat die Firma 62 Mitarbeiter.
1914 besitzt die Firma eine 70 PS starke >>>Lokomobile (eine Dampfmaschinenanlage). Schon 1912 sorgte eine eigene Lichtmaschine mit Akkumulatoren für Strom, und seit 1940 ein eigener Drehstrom-Generator.
Die "technische Vervollkommnung" erreichte der Betrieb nach dem 2.Weltkrieg,  z.B. 1946 durch den Einbau eines Walzenvollgatters (automatische Sägevorrichtungsanlage) und 1957 durch eine künstliche Holztrocknungsanlage.

Der Gründer Carl Moritz Reichel übergibt 1924 den Betrieb an seine Söhne Max und Ewald. Die beiden sind zur Zeit der Erinnerungsschrift die Inhaber, der Betriebsleiter ist seit 1948 Gottfried Reichel, der Sohn von Max Reichel.

Zur Produktion
Die Firma blieb sich in Bezug auf ihre Artikel treu, nur die Ausführung wurde je nach Zeit angepasst.
Die Kaufläden und Puppenhäuser waren immer naturgetreue Nachbildungen modernster Bauweise. Die Fichte - der  Baum des Erzgebirges - liefert das Holz.
Das gute Einvernehmen zwischen der Belegschaft und der Betriebsleitung wird stark betont, z.B. durch den Hinweis, dass die Stammbelegschaft während der vergangenen 75 Jahre immer vor langfristiger Arbeitslosigkeit bewahrt wurde.


Bis 1920 wurden die Waren zum Verleger nach Grünhainichen und Olbernhau geliefert, zeitweise in etwa fünfstündigem Fußmarsch durch die Frau des Gründers mit Tragekorb auf dem Rücken.
Im Frühjahr 1920 war die Firma zum ersten Mal auf der Leipziger Messe vertreten, sie gehörte auch zu den ersten Ausstellern im Messehaus "Petershof", wo sie noch "heute" (d.h. 1958) regelmäßig ihren Stand bezog. Der Betriebsleiter selbst vertrat die Firma auf der Leipziger Messe und dadurch auf dem Weltmarkt. Auch auf der Nürnberger Messe waren sie seit deren Bestehen dabei. Die ersten ausländischen Einkäufer kamen 1920 aus den Niederlanden, weiter ging es mit Italien, England und der Schweiz. "Heute" war der weitaus größte Teil der Produktion für den Export bestimmt:
"Außer nach dem Westen unseres Vaterlandes, der Bundesrepublik, gehen die Waren nach Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Italien und der Schweiz."


Dass die Firma ein kapitalistisches Unternehmen in einem nun sozialistischen Staat ist, wird außer im im letzten Satz nicht erwähnt:
"...da Betriebsinhaber, Betriebsleiter und Belegschaft bemüht bleiben werden, als Exportfirma den guten Ruf unseres jungen sozialistischen Staates durch die Güte ihrer Erzeugnisse weiterhin festigen zu helfen (...) Ist doch kaum eine andere Ausfuhrware so geeignet wie das Spielzeug, Bote häuslichen Glückes und Mahner zum Frieden zu sein!"


Werbung im westdeutschen Branchenmagazin "Das Spielzeug":



Traumwelten der Fünfziger Jahre - Inge Michno


Sammlung Borbeck


Sammlung Borbeck

Sammlung WK-Niederrhein

>>>mehr Fotos vom Spielwarenladen - >>>more photos of the toy shop



 
>>>Sammlung Bruchsal

 www.puppenhausmuseum.de

 
um 1961






 1964 auf der Messe in Leipzig