Mittwoch, 17. März 2010

Miniaturen - Computer - miniatures

 


Puppenstuben sind ein Stück Kulturgeschichte,
sie zeigen uns, wie die Menschen in einer früheren Zeit lebten.
Beispielsweise illustrieren sie sehr schön den Wandel in der Küchenarbeit.
Aber auch der Einzug neuer Technologien in unsere Wohnungen
kann hier nachvollzogen werden.
Wann fand sich nun der erste PC in einem Puppenstubenwohnzimmer?
Dollhouses are cultural history, too, they show how people lived in an earlier time.
For example, they illustrate very well the development of the kitchen.
Even the introduction of new technologies in our homes can be traced.
Now, when did the first PC show up in a doll's living room?
 


Bei Lundby ab 2000.
Sehr detailgetreu, mit winziger Maus und sogar mit Beleuchtung.
The first Lundby PC from 2000.
Many details, tiny mouse and even with illumination.
 
Lundby hat seit 2011 ein goldenes Laptop im Programm -
2015 nicht mehr

2019
 Wohnzimmer 70207 mit Laptop - hinged notebook computer
 
 LUNDBY PUPPENHAUSPUPPE MIT LAPTOP
Puppen-Set mit Puppe, Computer, Tasche und Handy. 
Die Puppe verfügt über abnehmbare Kleidung und bewegliche Gelenke. 
Die Verpackung erscheint in Form eines Hauses
 – die perfekte Spielumgebung für die Puppen!

Doch 2024 gehört zum Teenagerzimmer
wieder ein Laptop.
 
 



Dieses Modell von Euro Mini's ist aus Gips und sehr grob gefertigt.
This is a very rough Euro Mini's model, made of plaster.




Jetzt gibt es ein sehr schönes Modell von Euro Mini's, sogar mit Lautsprechern.
Newer model of Euro Mini's, even speaker boxes are to be found.
 



 Die PCs von Bodo Hennig sind natürlich aus Holz.
Bei Bodo Hennig gab es ab 1996 erst ein einfaches Modell,
am Anfang standen die Monitore ja noch auf dem Computer -
erinnert sich noch jemand daran?
Dann erschien in den letzten Jahren eine detailliertere Ausführung,
der Drucker ist jetzt dabei
und auch ein Stapel Leer-CDs, bereit zum brennen.
 

Bodo Hennig's PC is wooden, of course.
From 1996 on there was a simple type with a monitor still placed on the PC
- does anybody remember that?
Later came a more detailed version with printer
and a stack of blank CDs ready for burning.




Andere interessante Fragen:

Wann kam die erste Stereoanlage in die Puppenstuben?
Wann die erste Mikrowelle?
Der erste Flachbildschirmfernseher?
Die erste Kaffeemaschine?
Wann verschwand der Schallplattenspieler aus den Puppenhäusern?
Wann der Cassettenrecorder?
Wann das Tonbandgerät?
More interesting questions:
When came the first stereo unit into the dollrooms?
The first microwave?
The first flat screen TVs ?
The first coffee machine?
And when did the record player disappear from dollhouses?
When the cassette deck?



 



Neuzugang von 2010 - New in my collection in 2010 

 





Der Drucker steht oben rechts auf dem Tisch -
er soll unten im Fußbereich stehen, denn dort ist ein Regal vorgesehen.




 

Neuzugang von 2014 - New in my collection in 2014 

 



Hersteller?
 
 

2024

 Playmobil PCs
 
 
 
 
 
Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
 Creative Commons LizenzvertragdiePuppenstubensammlerin

Dienstag, 16. März 2010

Caho Biegepuppen - Reverend Robert Bren - Caho flexible dolls

aus meiner Sammlung

Eine faszinierende wahre Geschichte:

Im London der 1930er und 1940er Jahre sammelt Reverend Robert Bren
über 2000 Miniaturen und lässt einen großen Schrank mit 20 kleinen Zimmern anfertigen -
jedes bis ins Kleinste eingerichtet mit Miniaturmöbeln, elektrischem Licht,
kleinen Ölgemälden und sogar einem funktionierenden Klavier.
Fünf Puppenstubenpuppen der Firma Caho, importiert aus Deutschland,
lebten in dem Ausstellungsstück.

Nach Robert Brens Tod wandert seine Witwe nach Napier in Neuseeland aus
und schenkt 1958 die Sammlung dem dortigen Museum,
wo sie gerade in einer einzigartigen Ausstellung zu sehen ist.
Das Hawke Bay Museum hat eine bekannte neuseeländische Schriftstellerin gewonnen,
eine kleine Geschichte dazu zu schreiben und damit ein Begleitheft zur Ausstellung gestaltet.
Sie erzählt, wie zwei der Püppchen plötzlich erwachen,
sich staunend in den Miniaturräumen umsehen
und sich auf die Suche nach den anderen Puppen machen.
Das Heft ist wundervoll entworfen und trifft die Atmosphäre dieser Ausstellung perfekt.
 
 

 
A fascinating true story:

London, 1930s and 40s, the Reverend Robert Bren is busy collecting miniatures
and fills a specially designed huge bookcase with 20 rooms,
 each exquisitely furnished with doll furniture, accessories, electric lights, small oil paintings and even a working piano.
Five Caho dollhouse dolls, imported from Germany, live in this giant dollhouse.

After Robert Bren died his widow immigrated to Napier in New Zealand,
taking with her the entire collection and donating it 1958 to the Hawke Bay Museum.
At the moment the museum presents this extraordinary miniature collection accompanied by a small book,
written by a well-known authoress from New Zealand
and I think it is very beautifully designed.
It tells the story of two suddenly awakened dollhouse dolls
who are wandering through the miniature rooms looking for the other dolls.



Mein Foto zeigt das Buch mit meinen eigenen Caho-Puppen davor.
Jetzt sieht es so aus, 
als studierten sie interessiert die nach Neuseeland ausgewanderten Verwandten...
I took the picture with my own dolls looking at the book.



Special thanks to Denise Wilkinson of the Hawke Bay Museum in Napier
 who was so very kind to send the book to Germany.

Samstag, 13. Februar 2010

Wie alles begann ... - How it all began...



 1988 bekam ich zu Weihnachten eine Puppenhausbausatz geschenkt.
Wieso meine Familie auf diese Idee kam -
ich war schließlich fast 30 Jahre alt - weiß ich nicht mehr.
Damit begann das Zusammensetzen, anstreichen, tapezieren,
Möbel kaufen oder als Bausatz kaufen oder selbst entwerfen und mit Laubsäge herstellen,
Puppen aussuchen und überall wo man war,
nach Miniaturen für das Haus zu schauen.
Ein paar Jahre später bot mir jemand echte alte Möbel aus den 50ern an.
Ich kaufte sie und wusste nicht recht, was ich damit anfangen sollte,
aber sehr schnell war ich fasziniert von dieser Zeit,
in die ich ja geboren wurde.
Ich hatte schon eine kleine mehr zufällig zusammengekommene Sammlung,
kannte aber niemanden, der meine Leidenschaft teilte.
Ich arbeitete in einer Buchhandlung und
so entdeckte ich 1996 schon vor Veröffenlichung dieses so wichtige Buch für mich:

 "Traumwelten der 50er Jahre.
Puppenwelt und Wirklichkeit. 
Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums
 im Bruchsaler Schloss vom 15. Dezember 1996 bis 4. Mai 1997.
Von Wolfram Metzger u.a. ISBN 3-88190-211-2"
 

In 1988 I got a dollhouse kit for Christmas.
Why my family came up with this idea - I was almost 30 after all -
I don't remember.
Thus the time of assembling, painting, decorating, redecorating, buying furniture, 
choosing inhabitants, and looking for miniatures everywhere I was, began.
A few years later I was offered genuine old furniture of the 50s.
I bought them not quite knowing what to do with them.
But quickly I was fascinated by that period in which I was born.
I already had a randomly assembled collection 
but did not know anyone who shared my passion. 
Working in a small bookshop at this time I luckily discovered
the planned publishing of this so very important book for me:
 
"Dreamworlds of the 50s.
The world of dolls and reality. 
Catalogue of an exhibition of the Badische Landesmuseum..."

 

Drei Sammlerinnen stellte ihre Schätze aus.
Es war eine Sensation für mich,
 denn man darf nicht vergessen,
dass zu dieser Zeit, Puppenstuben sammeln automatisch bedeutete, 
dass sie mindestens um 1900 hergestellt wurden,
kostbare vergoldete Miniaturen und unbezahlbare Porzellanpüppchen enthielten
 und nur auf Auktionen verkauft wurden.
Jedes Buch über alte Puppenstuben endete allerspätestens in den 30er Jahren.
- Und plötzlich war das Sammeln der 50er salonfähig!
 
Und welche unbekannten wunderschönen Häuser und Stuben konnte man sehen!
Und so viele! Der Katalog hatte 190 Seiten und davon waren 100 Seiten Fotos!
Aber auch der Textteil lieferte Informationen über Geschichte, 
Marken, Hintergrund, Hersteller, die ich nie so zusammengefasst gesehen hatte,
vieles war neu für mich - es war schließlich die Zeit ohne Internet.
Eine neue aufregende Sammlerzeit begann für mich, 
angefeuert und unterstützt von diesem Buch, deshalb stelle ich es hier vor. 
Auch aus Dankbarkeit für das Engagement der drei Sammlerinnen, 
eine davon ist Swantje Köhler, die heute Verlegerin für Puppenstubensammlerbücher ist,
 und der damaligen aktiven Museums- und Verlagsmitarbeiter.

Three collectors exhibited their treasures.
A sensation for me, at that time collecting dollhouses meant houses of around 1900,
priceless miniatures, highly valuable porcelain dolls and going to auctions in far cities.
No book of collecting dollhouses showed a house younger than the 1930s. -
And suddenly it was o.k. to collect the 50s!
And the yet unknown wonderful houses and rooms in the book - and so many!
The catalogue had 190 pages with 100 pages full of photos! 
But the text also offered so much information about history and firms
 that I did not know of before as it happened to be the time without www.
 Many years have passed, corrections are necessary at some points. 
"Research went on", Swantje Köhler once said.
 Nevertheless in my opinion it is the most beautiful book about my hobby.
And that is not only my opinion. 
On German ebay this book was once sold for 230 Euro 
and even today you are lucky to get it for 90 Euro.



Mittlerweile sind einige Jahre vergangen, 
viele Informationen sind dazugekommen oder müßten korrigiert werden.
"Die Forschung ging weiter" , sagte Swantje Köhler mal zu diesem Buch.
Trotzdem ist es meiner Meinung nach das schönste Buch über mein Hobby, das je erschienen ist.
Und das ist nicht nur meine Meinung.
Im deutschen Ebay erziehlte es schon Preise von 230 Euro 
und unter 90 Euro kommt man nur mit viel Glück und Zufällen dran.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Warum bloggen?




Wie der Blog-Titel schon sagt, sammle ich seit Jahren 
deutsche Puppenstuben der 50er bis 70er Jahre, 
sowie jede Information darüber, die ich kriegen kann.
Das macht Spaß, aber am schönsten ist es,
 wenn ich mich mit meiner Sammlerfreundin aus der nächsten Stadt austauschen kann,
 selten persönlich, oft per Mail.
Für sie ist dieses Blog, damit sie weiß, womit ich mich gerade beschäftige,
und für mich, damit ich gezwungen werde, meine Gedanken zu sortieren.
Wenn im Web noch mehr begeisterte SammlerInnen herumschwirren, um so besser.


Was sind nun meine Projekte für die nächste Zeit?

Ein sehr ehrgeiziges:
ich möchte ein Buch über die Puppenmöbel von Bodo Hennig 1955 bis 1980 zusammenstellen
 und mit Fotos aus alten Katalogen und aus meiner Sammlung illustrieren.
Natürlich wird es keinen Verleger finden,
 aber auch als persönliches Fotobuch wäre es für mich ein großer Erfolg.

Im Moment sichte ich meine Unterlagen und habe bis jetzt an Quellen folgendes gefunden:

1. Bodo-Hennig-Kataloge (Kopien) von 1955, 1959, 1967
 und jeweils ein Foto des größten Hennig-Hauses von 1974 bis 1980.

2. Die vergriffene Broschüre des Hessischen Puppenmuseums zur Ausstellung
 "Wohnen in Miniatur - 1950 bis heute - Puppenmöbel von Bodo Hennig"
in der viel zu wenig interessante Fotos für mich sind,
Bambini und Nostalgiemöbel gehören nicht in mein Buch.

3. Des weiteren diverse Berichte des Branchenblattes "Das Spielzeug" aus der Zeit,
die auch eine große Hilfe zur Datierung sind.

4. Und zu guter letzt eine große Sammlung von Möbeln,
 Stuben und leider bis jetzt nur ein großes Haus, das schon mal schlecht renoviert wurde.

Heraus käme eine Kulturgeschichte des Wohnens in Minatur.

Neben dem Sammeln von Informationen muss ich dafür auch noch lernen, 
schöne Sammlungsfotos zu erstellen, ein weiteres Projekt.

Also, los gehts - jede Woche mindestens ein Beitrag, das ist das Ziel...
 
 



- Fotos sind nicht die des Originalbeitrags

Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
 Creative Commons LizenzvertragdiePuppenstubensammlerin