Montag, 20. Januar 2020

1962 Barbie's Dream House





















Mein Puppenhaus dekoriert mit alten Barbies aus einer Ratinger Sammlung.
My dollhouse put to life with Barbie dolls from a friend's collection.

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Barbie's Dream House auf
>Youtube<
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1962                -             1966                 -                   1969

                                     
1966 gab es eine neue Version von Barbie's Traumhaus für DM 59,--

Barbie möchte natürlich auch hübsch und modern wohnen und die richtigen Räume und Möbel haben, um viel Besuch von ihren Freunden zu bekommen.
In Barbie's Traumhaus gibt es deshalb nicht nur Küche, Schlafzimmer und Arbeitsecke, sondern auch ein sehr gemütliches Wohnzimmer und einen Terrassenhof für warme Tage.
Die einzelnen Teile sind in Kofferform verpackt und lassen sich mühelos aufbauen.

Lieferbare Kleidung u.a.:
Gartenparty, Stadtrundfahrt, Ganz privat, Hübsch in's Bett, Lunch auf der Terrasse, Zu Hause, Tee-Party, Sommeranzug, Messebesuch, Camping, Orchesterprobe

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Barbie's Dream House in der Ausstellung
>Busy Girl<




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>Auch als Reproduktion von Matell 2017<


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Der Spiegel 19(1965), Nr. 51, 15. Dezember

Konjunktur im Kinderzimmer.

Deutschlands Spielzeug


"Paradebeispiel für den unterschiedlichen Elan deutscher und amerikanischer Spielzeugmacher
ist der Star der Rheinischen Gummi- und Celluloid-Fabrik,
die Sex-Puppe Barbie.
Sie und ihr Clan (Schwester Skipper, Freundin Midge, Freund Ken)
mit der 2000-Mark-Garderobe gehören in Wirklichkeit der kalifornischen Mattel Inc. und sind nach den Kindern von Mattel-Boß Elliot Handler benannt.
Oder umbenannt, denn Barbie ist in Deutschland geboren und hieß zuerst Lilli.
Puppenfabrikant Maar aus Mönchröden bei Coburg hatte vor acht Jahren die Idee,
das gezeichnete Sex-Symbol Lilli aus der "Bild"-Zeitung
mit Mannequin-Garderobe in seine Kollektion aufzunehmen.
Er hatte keinen höheren Ehrgeiz, als bei deutschen "Bild"-Lesern ein ähnlich gutes Geschäft zu machen
wie Steiff bei den "Hör zu"-Konsumenten mit dem Mecki.

Mattels Handler kaufte dem Deutschen die Lilli ab,
machte Barbie aus ihr,
ließ sie in Japan billig produzieren und hatte einen Welterfolg.
In Europa brachte die Puppe 1964 rund 45 Millionen Mark ein,
in den USA, wo sie den Puppenumsatz vervierfachte, 120 Millionen.
Ihrem westdeutschen Manager Kox wirft die Strip-Puppe dieses Jahr rund sechs Millionen Mark ab, mehr als zehn Prozent seines gesamten Spielzeugumsatzes.
Sie gehört, wie Modell-Baukästen oder elektrisches Autorennen,
zur einträglichsten und zukunftsreichsten Sparte:
zum sogenannten Erweiterungsspielzeug.
Vor allem aber: Mit solchen Kreationen spielen Erwachsene gern.
S. 55-56

Dienstag, 14. Januar 2020

Puppenhaus - 1955 Walter Hennig - dolls' house


 Logo 1955 - 1962


 Geschichte der ersten Jahre

Marktführer für Puppenhäuser war seit den 50er Jahren die Firma Bodo Hennig im bayrischen Wildpoldsried.
1928 kommt Bodo Hennig in Grünhainichen im Spielzeugland Erzgebirge zur Welt. Hier besuchte er die staatliche Spielzeugfachschule, ehe er ab
1946 in Bayern eine Drechslerlehre absolvierte.
1950 macht er sich zusammen mit seinem Vater Walter Hennig in Dietmannsried im Allgäu selbstständig: „Drei Könige – Qualitätsspielwaren“. Die Firma hat zunächst 6 Mitarbeiter und muss durch 7 magere Jahre.
1950 wird die erste Puppenküche hergestellt, handbemalt und aus massiver Fichte.
1951 stellen Vater und Sohn die ersten Puppenmöbel aus Vollholz u.a. auf der Internationalen Nürnberger Spielwarenmesse vor. Der Erfolg stellt sich erst durch die Anpassung an den Zeitgeschmack ein, die Puppenmöbel werden nun furniert und lackiert, sowie durch den Einzelverkauf der Puppenmöbel ohne aufwendige Verpackung.
1953 legt Bodo Hennig die Meisterprüfung als Drechsler ab und die junge Firma zieht nach Wildpoldsried im Allgäu.
1955 erscheint der erste Katalog: nur 4 Seiten, kleine Zeichnungen der Möbel, Preisliste, keine Fotos. Außer den Möbeln werden ein Laden, drei verschiedene "Umrandungen", d.h. Stuben, und ein einziges Puppenhaus angeboten - zu dem damals außerordentlich hohen Preis von 33 DM. Swantje Köhler meint, dass deshalb nur wenige Exemplare verkauft wurden. Deshalb habe ich bis heute wahrscheinlich noch nie eins bei einem Sammler gesehen.


Zeichnungen aus dem Katalog 1955

 The early years
 My favourite company for dolls‘ houses and furniture is Bodo Hennig.
The founder was born 1928 in Grünhainichen/Ore Mountains the famous „toy country“.
He attended the „Staatliche Spielzeugfachschule“ – the national technical school for toy makers. After WWII he left East-Germany with his father Walter and in Bavaria he learned to be a wood turner.
1950 both founded a company consisting of 6 members „Drei Könige – Qualitätsspielwaren“ (Three kings – toys of quality) in Dietmannsried/Allgäu.
They were not very successful for the first 7 years although they presented their first solid wood furniture for dolls 1951 on the International Toy Fair in Nuremberg.
But after having altered their range of products according to the prevailing taste, veneering and painting the wood now, they got a reputation for their brilliant craftmanship.
Very often it is mentioned that the idea of selling the single furniture items separately instead of putting them together in sets was another reason for rising the sale in those first poor years after the war. Parents could just buy what was missing in their own old dolls‘ houses and then give it to their daughters for christmas a little bit modernized.
In the meantime Bodo Hennig had graduated in
1953 as a master of the wood turner craftmanship and they moved to Wildpoldried/Allgäu.
In 1955 the first catalogue of the new company Walter Hennig was published - only 4 pages, just drawings of the furniture pieces, price list, no photos. Apart from furniture there were listed one shop, 3 types of room boxes to put together and only one dolls' house, sadly all without pictures.
The dolls' house was sold for the very high price of 33 DM - the reason for selling not many of them, Swantje Köhler once said.
And it is probably the reason for not having seen this house on any collector's page yet.



Diese "Umrandung" war 1955 in der Zeitschrift "Spielzeug" abgedruckt.
Doch wie sah das erste Puppenhaus von Walter Hennig aus, das ebenfalls im Katalog von 1955 aufgeführt war?
 The room box was pictured in the journal "Spielzeug" in 1955. But which was the first dolls house of Walter Hennig which was listed in the catalogue of 1955?


Vor Jahren hatte ich bei ebay eins entdeckt, von dem ich fast sicher war, dass es das gesuchte Haus war.
Das Dach konnte man wie beschrieben abheben, die große Terrasse war da, die Zahl der Räume stimmte und es war sogar mit einigen Hennig-Möbeln ausgestattet - aber war es von 1955?
But I never knew what the Hennig dolls' house of 1955 looked like. Years ago I saw a house on ebay which I strongly supposed to be the one because the roof was removable, there was a large terrasse, the number of rooms were just like the description in the catalogue and it was furnished with some Hennig pieces but I could not be sure about the exact age of this ebay-house.


Manchmal braucht es Jahre und viele Zufälle bis eine Frage geklärt wird. Ich hatte eine Kinderzeitschrift von Dezember 1955 gekauft, weil der Junge auf dem Titel mit einem interessanten Spielzeug fotografiert wurde, das mich neugierig machte (es war ein kleiner Rennbob), aber viel interessanter war ein Foto im Inneren, das ein Mädchen mit einem Puppenhaus zeigte - das Rätsel war gelöst, das angebotene ebay-Haus war von 1955 und konnte Walter Hennig zugeordnet werden.
Years later I bought an old children's magazine of December 1955 because the cover showed a boy with an interesting toy (it was a toy bobsled I found out when I read the magazine). The most fortunate picture for me was at the end where some children were asked about their wishes for christmas and the girl who wanted a dolls' house was seen on the photo with the supposed Hennig dolls' house - so it was of 1955 after all.


Der nächste glückliche Zufall, wieder Jahre später, passierte vor einigen Monaten.
Ich kaufte einen Spielzeugkatalog von 1955.
A few months I bought a toy catalogue of 1955. 


Ganz genau - das Bodo-Hennig-Puppenhaus war in Farbe darin abgebildet, dazu schöne Crailsheimer Küchenmöbel und einige Kaufläden.
Jetzt wissen wir genau, wie das noch zu findende erste Hennig-Puppenhaus ausgesehen hat.
Aber Haus Nr. 2 und 3 und 4 habe ich auch noch nie in einer Sammlung gesehen... 😞.

Exactly - the Bodo Hennig dollhouse was shown in colour, as well as a beautiful Crailsheimer kitchen and some toy shops.
Now we know exactly how the first Hennig dollhouse looked like. It still needs to be found on an attic or in a basement or in a collection.
By the way, I am still waiting to see Hennig's house no. 2 and 3 and 4 in a collection...


Bodo Hennig’s dolls houses


Eingerichtet mit Hennig-Möbeln, aber nicht mit der Hennig-Stehlampe aus 1955,
sondern mit der Fliegenpilz-Stehlampe von Hahn.
Man kann hinten rechts auch das Badezimmer erkennen.
Die Badmöbel sind bestimmt von Kibri, denn Hennig nahm Badezimmer erst Mitte der Sechziger ins Programm auf.

Kibri-Katalog 1960


The house on the catalogue photo shows Hennig furniture, too, but not the Hennig floor lamp of 1955
but the famous "toadstool" floor lamp made by Hahn.
You can also get a glimpse of the bathroom on the back.
The bathroom furniture is probably by Kibri,

because Hennig only added bathrooms to his program in the mid-sixties.
 

- ursprünglicher Beitrag vom 17.08.2010
- updated post of 2010


Literatur






Mittwoch, 8. Januar 2020

Chronologie - Hermann Rülke - Chronology



1887
Carl Hermann Rülke gründet in Kleinhartmannsdorf eine Puppenmöbelfabrik.
>Geschichte Kleinhartmannsdorf<
Carl Hermann Rülke founds a doll furniture factory in Kleinhartmannsdorf.
 

Hermann Rülke, geboren 1865, gestorben 1937, arbeitete schon als Zehnjähriger in der Puppenmöbelfabrik Flath in Eppendorf.
Sohn eines Tagelöhners, 13 Geschwister, kaufte 1887 ein Grundstück, heutiger Firmensitz.
Fertigung von Hand der Puppenmöbel, einzige Technik war die Nähmaschine, die zur Kreissäge umfunktioniert wurde.
Das Holz holte er selbst aus dem Borstendorfer Wald.
Mit von Hunden gezogenen Handwagen wurden die hergestellten Puppenmöbel zu den Verlegern nach Grünhainichen und Olbernhau gebracht.
Hermann Rülke, born in 1865, died in 1937,
worked in the doll furniture factory Flath in Eppendorf at the age of ten.
Although only the son of a day labourer with 13 siblings,
he bought a piece of land in 1887 for his manufactury which today is the company headquarters.
Production of the doll furniture by hand,
the only technology was a sewing machine,
which was converted into a circular saw.
He fetched the wood himself from the Borstendorf forest.
With hand carts pulled by dogs the manufactured doll furniture was brought to the dealers in Grünhainichen and Olbernhau.
 
1896
war er auf der Leipziger Messe vertreten.
He shows his doll furniture at the Fair in Leipzig.

1912
wurden 18 Arbeiter beschäftigt.
 18 workers were employed.

1930
vernichtet ein Feuer, das 3 Tage brennt, große Teile der Fabrik.
A fire that burned for three days destroyed large parts of the factory.

1937
Sohn Kurt übernimmt die Leitung. Georg, der andere Sohn, ist Leiter der Produktion.
After Carl Hermann's death his son Kurt leads the firm.

1938
Hermann Rülke, Spielwarenfabrik, Spez.: Puppenmöbel
Fernsprecher, Post, Bahnstation Eppendorf


 

1939
100 Arbeiter.
100 workers.


1950



1954



1957
"Im großen wie im kleinen hat sich einiges getan auf dem Gebiete der Wohnkultur.
Hermann Rülkes (Kleinhartmannsdorf) Puppenstubeneinrichtungen bieten Anbauküchen nach letztem Modell der Bauakademie, schaumgummigepolsterte Schalensessel, hochmodische Couchs und Sitzecken in vielen Farben, exklusive Verandaliegen."
"On a large and small scale, a lot has happened in the field of home decor.
Hermann Rülke's (Kleinhartmannsdorf) doll's house furnishings offer kitchenettes according to the last model of the Bauakademie, foam rubber upholstered shell chairs, highly fashionable couches and lounge furniture in many colours, exclusive veranda couches."
From a report about the Fair in Leipzig.



1962
Johannes - die 3.Generation, Sohn von Georg - leitet unter staatlicher Beteiligung den Betrieb.
Johannes - the 3rd generation, son of Georg - manages the business with state participation.





1967




1969
Messebericht:
Hermann Rülke Kleinhartmannsdorf offeriert wiederum neue Wohnzimmer- und Schlafzimmer-Garnituren, die als "ausgewogene Plast-/Holz-Kombinationen von dem eigenwilligen Weg dieses Herstellerbetriebes Zeugnis ablegen."
Produktionssteigerung durch Plastik.
Trade fair report:
Hermann Rülke Kleinhartmannsdorf again offers new living room and bedroom sets, which as "balanced plastic/wood combinations bear witness to the idiosyncratic approach of this manufacturer."
Increased production through plastic.




1972
Zwangsverstaatlichung des Familienbetriebs,
in 9 Tagen musste die Inventur durchgeführt werden,
150 Beschäftigte.
Firmeninhaber Johannes Rülke wurde Betriebsdirektor des neuen
VEB Rekord - Spielwarenwerk ab 1972
VEB VERO Olbernhau, Olbernhau ab 1981.

Forced nationalization of the family business,
in 9 days the inventory had to be done,
150 employees,

company owner Johannes Rülke became manager of the new "VEB Rekord Spielwarenwerk Kleinhartmannsdorf" .
1981 the nationally owned firm merged into the larger VEB VERO Olbernhau.
 
  
1989
übernahm Hans-Jörg die Leitung
(4. Generation)

1991
Reprivatisierung / Reprivatisation

2008
56 MitarbeiterInnen, Installation einer Solaranlage,
15 Puppenhäuser im Angebot, sowie zwei naturbelassene 40-teilige Möbelserien aus Holz ("Filius" und "Rustikal").
56 employees, installation of a solar system,
15 doll's houses, as well as two natural 40-part furniture series made of wood ("Filius" and "Rustikal")

2012
125 Jahre Rülke Holzspielzeug / Anniversary

 2013
5. Generation:
Björn Rülke, 34 Jahre, Rechtsanwalt, zuständig für Vertrieb und Kooperation, und Schwester Katja, Betriebswirtin.
Firmenbeschreibung:
Klassisches Holzspielzeug, Lacke und Farben auf Naturbasis, 80 Prozent für den deutschen Markt, 55 Arbeitnehmer. Zweites Standbein Holztechnik, Präzisionserzeugnisse für die Indstrie.
Björn Rülke, 34 years old, lawyer, responsible for sales and cooperation,
and sister Katja, business economist.
Company description:
Classical wooden toys, varnishes and paints on natural basis, 80 percent for the German market, 55 employees. Second main pillar is wood technology (precision products for industry).


2017
Geschäftsführer Björn Rülke von der Rülke Holzspielzeug GmbH Kleinhartmannsdorf
Managing director: Björn Rülke

>aktueller Katalog / Current catalogue>



Quellen:
  • "Es weihnachtet schon bei Familie Rülke". Freie Presse 21.9.2013
  •  "Mitarbeiter am Gewinn beteiligt" Freie Presse 28.11.2008
  • "Traumhäuser" von Katrin Kablau. Freie Presse, Wochenende, Chemnitzer Zeitung 2.12.2011
  • "Von Kleinhartmannsdorf in die große weite Welt. Rülke Holzspielzeug begeistert Groß und Klein". 2012. https://www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/unternehmen/platz-zum-wachsen/von-kleinhartmannsdorf-in-die-grosse-weite-welt-ruelke-holzspielzeug-begeistert-gross-und-klein.htm
  • "Wenn die Männer verliebt sind ... sitzt ihnen das Geld locker in der Tasche - Teures Spielzeug geht am besten." Neue Zeit, Do. 14. März 1957, Jahrgang 13 / Ausgabe 62 / Seite 6



Hermann Rülke in meinem Blog

 

Donnerstag, 2. Januar 2020

Schallplattenspieler - Record players


In heutigen Puppenwohnzimmern darf ein PC nicht fehlen,
bzw. wenigstens ein Laptop sollte irgendwo stehen,
und natürlich ein Fernseher mit Flachbildschirm.
In den Fünfzigern gab es zur Unterhaltung zunächst nur das Radio,
vor dem man entspannte während man las oder Handarbeiten verrichtete
 - meist unter einer Stehlampe.
Dann kam auch der Schallplattenspieler,
oft in Kombination mit dem Radio,
danach der Fernseher und seine Kombinationen,
später auch Seltenheiten wie ein Tonbandgerät.
In a dolls' livingroom of today you would expect a miniature PC,
at least a laptop, and a big TV with a flat screen of course.
What would you have found in a fifties livingroom for entertainment?
At first there was only the radio for recreation.
People sat next to it while reading or doing needlework -
very often under the light of a floor lamp.
Then the record player became popular, 
often in a combination with the radio,
after that the TV and its combination units.



1959


Schallplattenspieler -  Record players/Phonographs

Wenn man bedenkt, welche wichtige Rolle Schallplatten besonders in den 60er und 70er Jahren gespielt haben,
ist es erstaunlich, wie selten sie in Puppenstuben zu sehen sind.
Surprisingly there are not many record players in dolls houses
although music was so very important at that time.
Lexikon der Puppenstuben und Puppenhäuser

Wichtelmarke
hatte schon früh diese Musiktruhe mit integriertem Radio, Hausbar und Schallplattenspieler im Programm.
Sie wurde in vielen verschiedenen Holzfarben und Designs hergestellt.
Später kam sogar noch ein Fernseher in diesen Schrank.
Anfang der 60er gab es den Schallplattenspieler seltsamerweise nicht mehr.
A radio/bar/phonograph combi by Ullrich &Hoffmann 
which was made in many different designs in the fifties.
Later a TV was added, too.
I wonder why they cut out the phonograph at the beginning of the sixties. 


 Barwagen mit Beleuchtung, incl. Schallplattenspieler und Radio,
vermutlich Rudolf Süß



Musikschränke, wohl Rudolf Süß, DDR um 1954,
alle mit Schallplattenspielern und Radio.
Die große Version auch mit kleinen Schallplatten und Bar.
Music cabinets, probably Rudolf Süß, GDR around 1954,
all with record players and radio.
The large version also with small records and bar.





1961 (Österreich, deshalb die hohen Preise!)

Auch ich bin noch mit dem Plattenspieler sozialisiert worden.
Auch Feiern ohne Schallplatten waren undenkbar. 
Natürlich hörte ich auch Radiomusik,
aber dort konnte man sich die Musikstücke ja nicht selber aussuchen.
Tonbandgeräte waren teuer und seltener, sie waren auch umständlich zu bedienen.
Es dauerte - wie später beim Cassettenrecorder - auch sehr lange,
bis man ein bestimmtes Musikstück gefunden hatte.
I too have been socialized with the record player.
Parties without records were unthinkable.
Of course I also listened to radio music,
but there you couldn't choose the music yourself.
Tape recorders were expensive and rare, they were also difficult to handle.
It also took - as later with the cassette recorder - a very long time,
until a certain piece of music was found.




 Modella




Das Plastik-Zeitalter  -  The plastic age


 1972 Quelle Katalog



 

um 1970
hinten ist die ältere Version auf einem imitierten Schleiflackschränkchen.
Eine zeitlang wurde der Schallplattenspieler mit dem passendem Tonbandgerät angeboten.

At the back is the older version.
For a while the record player was offered with the matching tape recorder.








1973






Mit Schallplattenhüllen von realen LPs im Miniaturformat
With record sleeves of real LPs in miniature


"Auch  wenn  die  Schallplatte  heute  als  Relikt  der  Vergangenheit  in  den  meisten  Haushalten  ein  eingestaubtes  Dasein  in  Dachböden  und  Kellern  fristet,  ist  seit  2006  erstmals  wieder  ein  Anstieg  der  Umsätze  mit  Vinyl-Schallplatten  zu  verzeichnen. Interessanterweise sind es dabei nicht zuletzt die 20-  bis 29-Jährigen, welche  wieder  Vinyl  kaufen  und  die  historischen  Transaktionen  mit  der  Schallplatte wiederzubeleben scheinen."

 Hoklas, Anne-Kathrin; Lepa, Steffen: Mediales Musikhören im Alltag am Beispiel des Plattenspielers. Auditive Kultur aus der Perspektive der praxeologischen Wissenssoziologie. In: Navigationen - Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, Jg. 15 (2015), Nr. 2, S. 127–143.




Modella-Schrankdekorationen
 aus kleinen Pappkartons, oben
Schallplattenspieler, darunter ein Radio.



 »Musikindustrie in Zahlen 2018«, S. 7
Noch im letzten Jahr wurden 4,4 % Umsatz durch Vinyl-Schallplatten erzielt!
Just last year, 4.4% of sales were achieved with vinyl records!

Lundby




 ca. 1960-1963
TV-Radio-Schallplatten-Schrank aus Holz.
TV-radio-record player combination made of wood.

um 1966




 1971? - 1977
 
 

In a Lundby catalogue of 1971 already a record player is placed in a livingroom cupboard for the first time, it came with two added speakers. Was this the same one?
 Ab 1971 ist in den Lundby Katalogen schon ein kleiner Schallplattenspieler mit Boxen in einem Wohnzimmerschrank zu sehen, ab 1972 "studio stereo".
War das schon dieses Modell?



Aus Holz und Metall. Barton
Made from wood and metal. Barton


Lisa 1979
Aus Holz und Metall mit einem Kissen.
Made from wood and metal with a cushion.




Lundby 1987





Häusliche Unterhaltungsmedien der Nachkriegszeit

Bis Mitte der Fünfziger sieht man in der Werbung für Puppenstuben und auch in Wohnzeitschriften und Frauenzeitschriften im Wohnzimmer meist nur ein Radio stehen,
dazu noch die üblichen Bücher oder Zeitschriften.
Ab 1958 wandelt sich dieses traute Heim und der Fernseher ist plötzlich der Mittelpunkt.
In Westdeutschland bringt Modella 1958 sogar schon das Telefon in den kleinen Plastikwohnraum.



Post-war means of entertainment at home
Until the mid-fifties there was only the radio besides books and magazines.
Since 1958 suddenly the TV was the center of the livingroom.
Modella even sold a plastic telephone with a livingroom set in 1958.





>How technology arrived in the dolls house - as quickly as in the grown-up world<




Geschichte der Schallplatte
 
1877  Edison-Phonograph
1887  Grammophon
1897  Schellack ersetzt Hartgummi-Schallplatten
1895  erste Schallplattenpressungen im  Handel
1900  bereits über 5000 Einzeltitel
1906  1,5 Millionen
1907  bereits 18 Millionen Schallplatten in Deutschland verkauft.

 
1969


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