Sonntag, 28. Juni 2026

Puppenfamilie - 1952 Caho - Doll family


 
 Eine seit 1952 aufbewahrte Puppenfamilie,
die für diese  
gekauft wurde.
 
1952 haben sich die beiden Firmengründer
gerade getrennt, siehe
Beide Firmen nennen sich noch Canzler & Hoffmann,
aber eine Firma ist in der DDR und die andere in der BRD.
 
Diese Biegepppen wurden in Ostdeutschland hergestellt.
Leicht zu erkennen am Kunststoffband
mit denen die Körper umwickelt sind. 
1952 wirbt die Westdeutsche Firma schon im Branchenblatt "Das Spielzeug"
mit ihren Biegepuppen, die nicht mehr mit dem Plastikband
sondern mit einem Baumwollband umwickelt sind.
Die Köpfe, Hände und Schuhe sind ebenfalls anders modelliert.
 

 
Vater in langer Hose, Mutter im Trägerrock, 
Sohn noch in Knickerbocker und sehr viele Töchter...
 
  A family of dolls preserved since 1952,
bought for this 
Puppenstube - 1952 Albin Schönherr 1 - Room box 
.
In 1952 the two company founders of Caho
have just separated, see
Biegepuppen nach 1945 - Caho - Posable dolls after 1945
Both still call themselves Canzler & Hoffmann,
but one company is in the GDR (East-Germany) and the other in the FRG (West-Germany).
These bending dolls were made in East Germany.

In 1952, the West German company already advertised in the trade journal "Das Spielzeug"
with its bending dolls, which were no longer
wrapped in plastic ribbon
but in cotton ribbon.
The heads, hands and shoes also look different.

Translated with DeepL.com (free version)
 
 
 
Die ostdeutschen Modelle sind an dem Plastikband sehr 
leicht zu erkennen.
Bis Mitte der Sechziger verändert sich das Modell nicht mehr.
1953 gab es 15 verschiedene Frauenpuppen und 8 Männerpuppen,
einschließlich Weihnachtsmann. 
 

 

 Hier soll das Caho-Mädchen die Größe der 
Holzschreibmaschine in der Stube verdeutlichen.
  Here, the Caho girl is intended to illustrate the size of the 
wooden typewriter in the parlour.
 
 
 
1953 gab es schon keine Knickerbockerhosen mehr,
wenigstens werden sie in der einzigen Caho-Preisliste von 1953,
die ich kenne, nicht mehr erwähnt.
 
 


 


Diese Mädchen habe ich schon einige Jahre in meiner Sammlung.
 Other girls from this time in my collection.

 
 
können wir alle Puppen erkennen,
auch wenn die Kleidung sich etwas verändert hat. 
Alle puppenstubenrelevanten Seiten des Katalogs werde ich noch hochladen,
denn der Kopierschutz des Museums macht die Fotos ja eigentlich unbrauchbar. 
 We can recognise all the dolls in a catalogue 
from the state-owned trade centre,
even if the clothes have changed somewhat.
 I’ll upload all the pages related to the dollhouse,
since the museum’s copy protection basically renders the photos unusable. 
 
 
 
 
 Mutter im Jackenkleid (Sammlung Katharina) und Vater im Anzug.
  Mom in a jacket dress and Dad in a suit.
 
 
 
Links: Vater im weißen Kittel (Sammlung Gronau)
Rechts: Feuerwehrmann
 Left: Father in a white coat.
Right: Firefighter
 
 Auf dem Katalogfoto sind vier Erwachsene im kleineren Maßstab.
Sie wirken deshalb wie Jungen, 
sind aber für Holzautos, Eisenbahnen etc. gedacht.
Laut dem Katalog von 1953 handelt es sich um
einen Matrosenjungen bzw. Feuerwehrmann bzw.
Chauffeur bzw. Traktoristen.

 In the catalog photo, four adults are shown on a smaller scale.
They therefore look like boys, 
but are intended for use with wooden cars, trains, etc.
According to the 1953 catalog, they are
a sailor boy, a firefighter,
a chauffeur, and a tractor driver. 
 
 
 
 
 Oma im Seidenkleid und Opa in Hausjacke
(Sammlung Gronau) 
  Grandma in a silk dress and Grandpa in a housecoat
 


Die Mädchen sind 8 oder 9 cm groß,
mal mit Frisur (Perücke), mal ohne.
 The dolls are 8 or 9 cm tall,
some with hair (wigs), some without.
 
Es gibt (laut Preisliste)
einfache Kleider, Gürtelkleider, Trägerröcke, Dirndl, Winterdirndl,
 Schürzenkleider, Puffärmelkleider, Festkleider, Tanzkleider,
 Matrosenkleider, Hängerchen, Organdikleider, Spitzenkleider
sowíe Schlafanzüge, Mäntel mit Mütze, Capes mit Hut, mit Kopftuch, 
Russenkittel, Skimädchen
Schulmädchenkleidung, FDJ-Kleidung, Rotkäppchen,
 Engel - und ein "Negermädchen mit Locken".
Das schwarze Mädchen muss sehr selten sein -
ich habe sie erst einmal gesehen. 
There are
simple dresses, belted dresses, pinafore dresses, dirndls, winter dirndls,
apron dresses, puff-sleeve dresses, party dresses, dance dresses,
sailor dresses, slip dresses, organdy dresses, lace dresses,
as well as pajamas, coats with hoods, capes with hats, with headscarves, 
Russian smocks, ski girls,
schoolgirl clothing, FDJ clothing, Little Red Riding Hood,
angels—and a “Negro girl with curls."
The black girl must be extremely rare - 
I only saw her once. 
 
 


Diese Flechtkranzfrisur (Haarkranz aus ein bis zwei Zöpfen),
Gretchenzopf,
tragen einige Caho-Mädchen 1954 im VH-Katalog.
Oder ein Haarkrönchen oben auf dem Kopf,
oder Zöpfe oder eine Haartolle über der Stirn 
oder einen Hut oder ein Kopftuch.
 
This braided wreath hairstyle (a wreath made from one or two braids),
known as a Gretchen braid,
is worn by many Caho girls in the 1954 VH catalog.
Or a small crown of hair on top of the head,
or braids, or a quiff above the forehead, or a hat, or a headscarf.
 
 
    Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
diePuppenstubensammlerin
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Sonntag, 21. Juni 2026

Kataloge - 1952 Albin Schönherr und Moritz Gottschalk - Catalogues

Schönherr- und Gottschalkkataloge sind sehr rar,
aber im Jahr 1952 können wir die Angebote
 beider Puppenhaushersteller tatsächlich vergleichen. 
 Schönherr and Gottschalk catalogues are very rare,
but for the year 1952 we can actually compare
the ranges offered by both doll’s house manufacturers. 
 
 
 Albin Schönherr Holzspielwarenfabrik
Niederlauterstein/Erzgebirge 
 
Puppenhaus mit Katalognr. 102/2 
 
Es ist nicht der erste Nachkriegskatalog der Firma - 
ich kenne einige Seiten aus einem Vorgänger.
Die Vorder- und Rückseite sind mit 
Farbfotografien desselben Puppenhauses bebildert.
 It is not the company’s first post-war catalogue – 
I am familiar with a few pages from a previous edition.
The front and back covers are illustrated with 
colour photographs of the same doll’s house.
 
Auf diesem Foto bekommt man einen Eindruck
wie frisch und bunt die Blumenkästen aussahen.
Die Terrassengarnitur ist Bestandteil fast aller Schönherr-Gehäuse
in diesem Katalog.
This photo also gives you an impression of
how fresh and colourful the flower boxes looked.
The terrace set is part of almost all the Schönherr sets in this catalogue.
 
 
Das Puppenhaus im alpenländischer Stil ist seitenverkehrt,
denn auf dem Foto der Rückseite des Hauses
ist die Treppe auch links.
Ein Exemplar habe ich mal in einem Auktionshaus gefunden,
das diese Annahme bestätigt.
Dort war auf der Seite der Treppe der Name
"Haus Sonnenblick" aufgemalt.
Original? 
 
Aber ganz sicher war ich,
als ich das Ausstellungsplakat 2016/17 zur Schönherr-Ausstellung
 von Ulrike Knoll sah!
 
 The Alpine-style doll’s house is mirror-inverted,
as on the photo of the back of the house
the staircase is also on the left.
I once found an example at an auction house
which confirms this assumption.
On the side of the staircase, the name
‘Haus Sonnenblick’ was painted.
Original? 
 
But I was absolutely certain
when I saw the 2016/17 exhibition poster for the Schönherr exhibition
by Ulrike Knoll!
 
Leider gab es im www kein einziges Foto des Plakats mehr,
also statt Link meine Datensicherung von damals:
 
 
 
 



"Haus Monika". 
 Katalognr. 100/4
Dasselbe Design wie 1948 "Haus Christa",
also noch die Sprossenfenster und das Giebeldach.

"Haus Monika".
Same design as 1948 "Haus Christa",
so there are muntin windows and the gable roof.
 
 
 
 
Haus Gisela
 Katalognr. 100/2 bzw. 681/10 (NEU)
Die modernere Version von "Haus Monika" mit Flachdach
und dadurch noch mehr Platz für Gartenmöbel. 
 The more modern version of ‘Haus Monika’ with a flat roof,
which means even more space for garden furniture. 
 
Ein Jahr vorher gab es den Vorgänger 
 1951 "Haus Sonnhild" siehe
 A year earlier, its predecessor had been built 
 in 1951: ‘Haus Sonnhild’ – see
Haus Gisela ist dasselbe Modell,
nur mit einem damals sehr viel modernerem Vornamen als Sonnhild.
 Haus Gisela is the same model,
only with a first name that was much more modern than Sonnhild at the time.
 
 

Rückseite  Katalognr. 100/2 bzw. 681/10 (NEU)
 
Eingerichtet mit Möbeln von Schönherr selbst.
Sehr schön, dass wir die Muster der Böden und Tapeten sehen können. 
Furnished with furniture by Schönherr itself.
It’s lovely that we can see the patterns of the flooring and wallpaper. 
 
  Katalognr. 156/1 und 101/7
 
Die weißgedruckten (alten) Nummern sind in diesem Katalog
alle durchgestrichen.
Oft stehen die neuen Katalognummern in schwarzer Farbe daneben. 
 Es sind zwei verschiedene Parkettmuster:
die Stube oben ist jünger, mit der höheren Bestellnummer,
hier liegt das flottere Fischgrätenparkett.
Die untere Stube ist älter und hat ein viereckiges Platten-Parkettmuster.
Sie müsste gemäß der Bestellnummer
sogar die älteste Stube im Programm sein. 
 The (old) numbers printed in white are
all crossed out in this catalogue.
The new catalogue numbers are often printed in black next to them. 
 There are two different parquet patterns:
the room upstairs is newer, with the higher order number;
this is where the more stylish herringbone parquet is laid.
The lower room is older and has a square-tile parquet pattern.
According to the order number,
it should actually be the oldest room in the range. 
 

 
 
Klassische Raumaufteilung von Schönherr,
das Zimmer mit dem Eckfenster ist für das Schlafzimmer vorgesehen,
das immer mit einer hellblauen Tapete versehen ist.
Das Zimmer mit dem großen Fenster ist das Wohnzimmer,
in dem dasselbe Tapetenmuster dann in rotgelben Farben wieder erscheint.
 Alle Puppenstubenzimmer schlossen oben mit einer Bodüre ab.
Die Parkettbodentapete gehörte genauso immer dazu.
Oft gehörte noch eine Toilette zum Schlafzimmer.
Die Raumaufteilung hier ist selten:
der Flur mit Treppe zur Dachterrasse bietet Platz für das WC 
und Garderobenmöbel.
 
In the catalogue from 1952
 my room box is pictured -
only the pattern of the roof terrace balustrade is different.
Throughout the catalogue, the order numbers are crossed out
and often a new number is added.
Here, the number 156/1 is crossed out.
Classic room layout by Schönherr,
the room with the corner window is intended for the bedroom,
which is always covered with light blue wallpaper.
The room with the large window is the living room,
in which the same wallpaper pattern then reappears in red and yellow colours.
 All of the doll's rooms were finished at the top with a floor border.
The parquet floor wallpaper was also always included.
The bedroom often also had a toilet.
The room layout here is rare:
the hallway with stairs to the roof terrace offers space for the toilet
and wardrobe furniture.


Translated with DeepL.com (free version)

 
 
 
 Katalognr. 156/1
 
 Das Gittermuster der Balkonbrüstung in meiner Stube
 ist auf dem Titelblatt des 
Albin-Schönherr-Katalogs zu sehen.

  The lattice pattern of the balcony parapet in my parlour
 can be seen on the title page of the
Albin Schönherr catalogue from 1952. 

 
 
 
 Katalognr. 156/1
 
Unter der Stube ist ein Stempel, 
genau wie im Katalog angegeben,
handelt es sich um Stube Nr. 156/1.
Darunter ist kaum erkennbar das Logo von Schönherr. 
There is a stamp under the room box,
exactly as indicated in the catalogue,
it is parlour no. 156/1.
The Schönherr logo is barely recognisable underneath. 

 
 
 

 Katalognr. 162/2 bzw. 681/3 NEU
 Katalognr. 101/2
 
 1952 konnte mal wohl alle Gehäuse noch mit Möblierung beziehen -
leider sind die Möbel sehr einfach und
verglichen mit z.B. Paul-Hübsch-Möbeln aus dieser Zeit
nicht sehr attraktiv.
Ein Wohnzimmerschrank ist nicht dabei,
fällt mir auf, auch kein bequemes Sofa.
Vielleicht ist das der Grund,
dass ich sie noch nie gesehen haben?
Ein Schönherr-Gehäuse mit den Originalmöbeln auszustatten,
dürfte sehr schwierig sein. 

Also on the catalogue photo of my room box above
the roof terrace is decorated with it.
In 1952, it was probably still possible to buy all dollhouses with furniture.
Unfortunately, the furniture is very simple and
compared to e.g. Paul-Hübsch furniture from this period
not very attractive.

  

Kaufläden 149/1 bzw. 681/9 NEU
131/1 
 
 
 
Kaufläden 
104/2 und 151/2 
 



 Kaufläden 
 Nr. 157/73 bzw. 681/5 NEU
Nr. 148/2 bzw. 681 20 NEU
Nr. 130/1 bzw. 681/19 NEU 
 
Die Kaufläden müssen wir uns alle farbenfroh vorstellen.
Den letzten wunderschönen Laden habe ich aus dem Jahr davor
auch als Farbfoto gefunden. 
  
We all have to picture these shops as being full of colour.
I’ve also found a colour photograph
of the last beautiful shop from the year before. 
 
 

Quelle Foto oben:
Sachsen exportiert Spielwaren. 
Hg. Industrie- und Handelskammer Sachsen 1951
 
 
 
 
 

Kleiner Kaufladen Nr. 163/1 681/2 NEU 
Puppenküche Nr. 153/2 
Stube Nr. 102/1
 
Die Puppenküche ist nicht gut zu erkennen.
Ich sehe das Bodenmuster nicht und auch die genaue Form
des Waschbeckens oder des Ausgusses rechts ist unscharf.
In meiner Sammlung ist eine spätere Puppenküche,
die zwar nicht so gut erhalten ist,
aber wenigstens das Fliesenmuster 
und der hellblaue Abschluss ist gut zu erkennen.
 The doll’s kitchen isn’t very clear.
I can’t make out the floor pattern, and the exact shape
of the washbasin or the drain on the right is also blurred.
In my collection, there is a later doll’s kitchen,
which, although not as well-preserved,
at least has a clearly visible tile pattern 
and light blue edging.

 

 
 
 

 

 
 
 
Auf der Rückseite sieht man die mit bunten Bauernmöbeln
eingerichtete Almhütte vom Titelblatt in Farbe.
Nur auf auf diesen beiden Fotos sind Caho-Biegepuppen zur Deko eingesetzt.
Die Puppenmutter fällt durch ihr leuchtend rotes Kleid 
mit einer sehr modern wirkenden Schürze sehr ins Auge.

Wonderful early colour illustration, 
otherwise everything in the catalogue is only b/w.
On the back you can see the alpine hut 
furnished with colourful farmhouse furniture.
Caho bending dolls are only used for decoration in these two photos.
The doll's mother stands out with her bright red dress
and a very modern-looking apron.

 
 
 
 

Moritz Gottschalk

Marienberg/Sa.
Fabrik feiner Holzspielwaren
 
Stempel
(DIA, Deutscher Innen- und Außenhandel
Kulturwaren,
 Berlin C2, Schicklerstraße 5-7
 

 
 Den Katalog habe ich online in einem englischem Antiquariat entdeckt
und gekauft.
Vorher hatte ich die Katalogbilder noch nirgendwo gesehen.
Hier sind die schönsten Fotos,
die mir schon sehr geholfen haben,
Puppenstuben korrekt zeitlich einzuordnen.
Das Design ist noch stark an die Dreißiger Jahre angelehnt.

 I found the catalogue online in an English antiquarian bookshop
and bought it.
I had never seen the catalogue pictures before.
Here are the most beautiful photos,
which have already helped me a lot
to correctly classify doll's houses. 
The design is still strongly based on the thirties.
 

 Katalognr. 300/28
 
 Ich kannte dieses Puppenhaus, dachte aber, es sei aus den Dreißigern.
Wahrscheinlich gab es dieses Design auch schon vor dem Krieg. 
Das einzige Foto (farbige Vorder- und Rückseite) 
aus einer Sammlung, das ich kenne,
ist in diesem Klassiker:
 
Kleine heile Welt. Eine Kulturgeschichte der Puppenstube
von Renate Müller-Krumbach. 1992 
 ISBN‎ 978-3361003316
 
In einer Sammlung habe ich es selbst, 
wie fast alle Häuser und Stuben aus diesem Katalog,
noch nicht gesehen.
I knew this doll's house, but thought it was from the thirties.
The only photo from a collection that I know of
is in the book above.
Like almost all the houses and room boxes in this catalogue,
 I have never seen it in a collection myself.
 
 

 1952 Spielwarengeschäft in Stuttgart - Kurtz - Neueröffnung
 Foto aus "Das Spielzeug" Meisenbach Verlag
 
Im selben Jahr war es aber tatsächlich schon ins westliche Ausland,
der BRD, exportiert worden,
und zierte als Hauptattraktion diesen Verkaufsraum. 
Es ist das Puppenhaus auf dem Boden - 
von wem mag wohl das noch riesigere Puppenhaus
auf dem Tisch sein? 
 In fact, however, it had already been exported to a Western country,
the Federal Republic of Germany, that very same year,
and was the main attraction in this showroom.
It is the doll’s house on the floor –
I wonder who manufactured the even bigger doll’s house
on the table.
 

 Katalognr. 519 und 518
 
 Spätere Versionen dieses Hauses,
mit der Treppe links und einem 
etwas anders konstruiertem Badezimmer,
kannte ich schon.
 
  
 Later versions of this house,
with the stairs on the left and a slightly different bathroom,
I had already seen.
The furnishings are by Hermann Rülke.
Before the war, Gottschalk had still made dolls' furniture himself.

 
Die Einrichtung ist von Hermann Rülke.
Vor dem Krieg hatte Gottschalk noch selbst Puppenmöbel hergestellt.
 


Spätere Version in einem Privatfoto ohne Dach oder Dachterrasse 
Later version without roof or roof terrace


 
 Katalognr. 300/16 und 500/15
 
Das rechte Haus gab es in ähnlichem Design auch vor dem Krieg.
Durch diesen Katalog weiß ich nun,
dass es auch eine Nachkriegsversion gab.
In dem unten gezeigten Exemplar fehlt leider der Balkon.
 The house on the right also existed in a similar design before the war.
Thanks to this catalogue, I now know
that there was also a post-war version.
Unfortunately, the balcony is missing in the example shown below.

 
 

Sammlung Borbeck



 Katalognr. 300/31 und 300/32
 
Die Puppenküche hat unter dem Fenster einen Einbauschrank
und über der Kacheltapete gemalte Kinderfiguren.
Es sind andere Motive als in der entsprechenden Vorkriegsküche. 
 
Die Puppenstube hat rechts ein Badezimmer
 mit dem vor dem Krieg üblichen Blechfenster.

The doll's kitchen has a built-in cupboard under the window
and painted children's figures above the tiled wallpaper.
They are different motifs than in the corresponding pre-war kitchen.
 The doll's house has a bathroom on the right
 with the tin window that was common before the war.

 
 

Diese Stube ist wohl etwas später verkauft worden,
da das Blechfenster im Badezimmer nicht mehr zum Design gehört.
Auch die verzierten Leisten rund um den Badeingang
 sind durch glatte Leisten ersetzt worden.
Die Kacheltapete ist grün, vorher war sie braun.

This room box was probably sold a little later,
as the tin window in the bathroom is no longer part of the design.
Also the ornate mouldings around the bathroom entrance
 have been replaced by smooth mouldings.
The tiled wallpaper is green, previously it was brown.

 
 
Sammlung Borbeck

 
Auf dem Katalogbild kann man nicht sehen,
dass der Raum unter der Treppe im Wohnzimmer 
auch noch als gemütliche Ecke genutzt werden kann.
You can't see in the catalogue picture
that the space under the stairs in the living room
can also be used as a cosy corner.
 
 

 In Cathrins Sammlung sehen wir das Badezimmer mit dem Blechfenster.
  In Cathrin’s collection, we can see the bathroom with the tin window.
 

 Katalognr. 522 und 523
 
Kaufläden mit Uhr 
Die Theken und die Verkaufsvitrinen sind dunkelrot,
der Boden ist mit Parkettpapier beklebt.
 Toy shops with a clock 
The counters and display cabinets are dark red,
and the floor is covered with parquet-patterned paper.

 

 

 links: 500/12 und 500/11
rechts: Katalognr. 500/14 und 500/10
 
Oben rechts ist ein Badezimmer aus meiner Sammlung.
On the top right is a bathroom from my collection.

Katalognr. 500/14
 
 Gelbes Badezimmer mit Wandzeichnungen
  Yellow bathroom with wall drawings



 Minol-Tankstellen, Minol-Tankwagen,
Deutsche-Post-Lieferwagen und
schnittige Autos aus Holz.
Es gibt auch noch andere Tankstellen, Ställe mit Pferden,
Kasperletheater usw.
Minol petrol stations, Minol tankers,
Deutsche Post delivery vans and
sleek cars made of wood.
There are also other petrol stations, stables with horses,
Punch and Judy shows, etc.
 
 


 Beide Kataloginhalte sind recht ähnlich.
1952 unterscheidet sich in Bezug auf Architektur und Design
nicht von den Vorkriegsangeboten.
Das ist in Ost- und Westdeutschland gleich.
Der schreckliche Krieg ist noch nicht lange vorbei.
 
Ein paar Jahre später werden die 
 kantigen Formen und gedeckten Farben
sich aber zu weicheren, organischen Silhouetten 
in Mintgrün, Hellblau und Rosa entwickeln.
Das was wir als den typischen
Fünfziger-Jahre-Stil, Midcentury Design, Vintage,
Rockabilly, Retro etc. kennen.
Wir werden Puppenhäuser nicht nur in neuen Formen und Farben sehen,
nein, sie werden auch schnell Garagen,
 komplette Badezimmer und Einbauküchen bekommen - 
Zeichen des wachsenden Wohlstands. 
 
 The contents of both catalogues are quite similar.
The 1952 edition does not differ in terms of architecture and design
from the pre-war offerings.
This is the case in both East and West Germany.
The terrible war had not been over for long.
 
A few years later, however, the 
 angular shapes and muted colours
would evolve into softer, organic outlines 
in mint green, light blue and pink.
What we know as the typical
1950s style, mid-century design, vintage,
rockabilly, retro, etc.
Not only will we see doll’s houses in new shapes and colours,
but they will also soon be fitted with garages,
complete bathrooms and fitted kitchens – 
signs of growing prosperity. 


Translated with DeepL.com (free version)
 
 
 Ursprünglicher Blogbeitrag
 "Moritz Gottschalk 1952"
 Veröffentlicht am
16.11.23 10:40
 
 
Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
 Creative Commons LizenzvertragdiePuppenstubensammlerin