Mittwoch, 25. Juli 2018

Margarinefiguren für die Puppenstube -1950-1954 - Commercial give-aways for dollhouses


Nach dem zweiten Weltkrieg war Spielzeug genauso Mangelware wie alle anderen Produkte. Diese Situation nutzten die Hersteller von Lebensmitteln, sie belohnten den Einkauf mit kleinen Spielzeugfiguren.
 
 Promotion plastic figurines, called "Margarinefiguren" in German, were distributed during the years 1950 to 1954 by many firms who sold pasta, margarine or coffee.

 Reklamefiguren, Margarinefiguren, Werbefiguren, Werbebeigaben, Werbezugaben
Alles begann laut Peter Konrad Haan mit der Zusammenarbeit des führenden Margarineherstellers Fritz Homann und Siku, einem Betrieb der seit Ende der Dreißiger Kunststoffteile dank der Spritztechnik preiswert liefern konnte. Es wurden Figurenserien geschaffen, die für Homanns Margarine warben: Fri-Homa. Das waren neue Entwürfe, aber auch Serien, die noch im Krieg für das Winterhilfswerk entstanden waren.

 
Rasch übernahmen auch Kaffee-, Tee- und Tabakhersteller, sowie andere Margarinefirmen diese Idee. Sie wetteiferten um die schönsten und aufwendigsten Figuren, denn die Kinderwünsche sollten für den Absatz ihrer Produkte sorgen. Noch heute findet man in Spielzeugkonvoluten aus den fünfziger Jahren fast immer kleine Plastikfigürchen, da sie damals von Jungen und Mädchen gerne gesammelt wurden. Die Lebensmittelhändler verteilten sie teilweise von Hand. Auf einer Papiertüte des Hamburger Margarineherstellers Voss steht zu lesen:
Sehr geehrter Geschäftsfreund!
Neben unseren beliebten Voss-Tierbildern erscheint jetzt die II. Serie: Schönheit des Tanzes.
Bitte geben Sie pro Pfund Voss-Margarine eine Figur an den Käufer unserer Ware ab. Wir grüßen Sie, Ihre...
 Teilweise musste der Kaufmann die Figuren auch bezahlen.
Manche Figuren waren wohl auch den Produkten, z.B. Mehl, beigelegt, denn Sammler fanden den Mehlstaub noch auf den Objekten.




Es dauerte nur einige Jahre bis die Firmen merkten, dass sie sich in ihrem Ehrgeiz, schönere Beigaben als die Konkurrenz herzustellen, auf zu hohe Werbekosten eingelassen hatten. Die kleinen Margarinehersteller waren von den großen aufgekauft worden, die aufwendige Werbung mit den Figürchen war gar nicht mehr nötig.
Seit Mitte der Fünfziger bestellten also die allermeisten Lebensmittelfirmen keine Kunststofffiguren mehr. So stammt die Mehrzahl der Margarinefiguren aus der Zeit 1950-1954.


Welche Absatzmöglichkeiten hatten die Hersteller dieser Figuren nach dem Abspringen dieser Großkunden? Die meisten versuchten nun, ihre Produkte als Spielzeug zu verkaufen, Siku und Manurba sind Beispiele dafür, Heinerle steckte sie in Wundertüten und war eine Zeitlang sehr erfolgreich.


Die Grundfarbe der Figuren ist Weiß, vollständig gefärbte Figuren sind selten. Werbung für Landfried-Tabak, Ei-fein Margarine, Sanella, Eri-Schuhcreme, Haribo, Korona-Kaffeemittel, Sigella Schuhcreme, Erdal, Hamker Margarine, Funck, Günzburger Kaffeemittel, Linde, Zabler
Die meisten Figuren gibt es als Werbebeigabe, d.h. mit Aufdruck, und als Spielzeug. Die Farben unterscheiden sich dann. Wertvoller für Sammler sind die Exemplare mit Aufdruck der Firma.
Hergestellt von Heinerle, Siku, Manurba u.a.
Themen: Krippen, Trachten, Zoo, Tiere jeder Art, Musikkapellen, Eisenbahnen und Häuser, Kasperltheater, Wildwest, Sportler, Piraten, Fahrzeuge, Bauwerke, Märchen, Bauernhof etc.



Für die Mädchen gab es viele Ausschmückungsteile für die Puppenstube und kleines Geschirr für die Puppenküche.
For the girls, there were many pieces of decoration for the dollhouse and small dishes for the doll kitchen.



Korona





Günzburger








Funck






Günzburger






 Blumenvasen - ohne Marke



Blumenvasen - ohne Marke
Hersteller: Siku



Quieta Kaffeemittel - Vasen

Die rote Vase links, die türkise Vase in der Mitte und die grüne Vase rechts.






Margarinefiguren - DÜKA - promotion plastic figurines

Blogbeitrag 18.01.15 Blog post


Werbebeigaben der rkheimer KAffeefabrik,
Bad Dürkheim, ca. 1950 bis 1954

Hier müsste es also korrekterweise "Kaffeefiguren" heißen.
Wie viele Margarinefiguren wurden sie von der Firma Sieber (SIKU) hergestellt.
Acht verschiedene Modelle gab es in der Blumenserie.
Sie haben genau die richtige Größe für die Puppenhausfensterbank.

 Promotion plastic figurines, called "Margarinefiguren" in German, were distributed during the years 1950 to 1954 by many firms who sold pasta, margarine or coffee.
 They have the right size for the window sill in a dolls house.


3 Blüten sind abgebrochen. - 3 blossoms are missing.


Auch hier fehlt an der linken Topfblume eine Blüte, genau wie an der Karaffe mit den Sonnenblumen.
These pots are lacking some blossoms as well.


Hier fehlen keine Blüten, aber es handelt sich um einen Geschenkkorb mit einem großen Henkel von einem Ende zum anderen - der Henkel ist auch abgebrochen.
Nach strengen Sammlerkriterien sind diese alten Blumen also kaum von Wert. Auf der Puppenfensterbank machen sie sich trotzdem gut.
The blossoms are complete but the wicker basket is missing its arched handle. A collector of "Margarinefiguren" would dismiss my figures as rubbish because they are all broken - on the window sill in a dolls house they look very pretty though.




Literatur
  • Viele Infos unter http://www.margarinefiguren.de/
  • Plastikwerbefiguren für Puppenmuttis mit Angabe von Liebhaberpreisen. Peter Konrad. Haan 1994 (keine Farbfotos)
  • Werbefigürchen. Alphabetisch geordnet mit Angabe von Liebhaberpreisen. Peter Konrad. 4.Aufl 1995 Peko-Verlag Haan (auch keine Farbfotos)

Donnerstag, 19. Juli 2018

Meine Schlafzimmer der Sechziger Jahre - My bedrooms of the sixties



Fritz Altmann

 


1961 Quelle




1962



Die Schlafzimmermöbel von Altmann sind aus Holz mit weißer Holzimitatfolie beklebt.




1967

ungefähr 1967

1965 Schöner Wohnen Heft 8





um 1965


Crailsheimer 

 





1965 Schöner Wohnen Heft 11

1969

1968








Bodo Hennig














Paul Hübsch 


um 1962





um 1962



 um 1969

1969




Lundby



1966


Modella 

















Modella war mit diesem gewagtem Schlafzimmer seiner Zeit sehr voraus.


1971 Zuhause Zeitschrift


Rülke









1961 Kultur im Heim








Wichtelmarke




 

 

VERO


1969 
hier Katalog von 1972

1966