Mittwoch, 2. Dezember 2015

DDR-Kaufläden - Shops made in East-Germany

 Alle Kaufläden wurden im Erzgebirge hergestellt.

 

Robert Schneider, Niederneuschönberg im Erzgebirge

1893 gegründet, nach dem 2. Weltkrieg staatliche Beteiligung.
 Niederneuschönberg, ein Örtchen etwa eine Kilomenter von Olbernhau entfernt,
 mit nur wenig mehr als 1000 Einwohnern.
Logo: RSN im Kreis

Founded 1893 in Niederneuschönberg in the Ore Mountains (East-Germany),
 after WWII partly owned by the state.
 The small town with less than 1000 inhabitants
 is only one kilometre away from Olbernhau, the location of VERO.
Logo of Robert Schneider: RSN in a circle



Sammlung Anna Setz


Evas Sammlung

Die Theke gehört nicht zu diesem Kaufladen.








1954 Schilling, Dekorationsfibel. Leipzig




Schon 1952 waren die Kaufläden mit "Schnellwaagen und Registrierkassen" ausgestattet. 
Sie waren mit Marzipan-, Persipan- und Schokoladenfiguren, 
z.B. als kleine Brote geformt, gefüllt, 
die beispielsweise 1959 vom VEB Pralina hergestellt wurden.



aus meiner Sammlung


 
 
 
VERO

1969
Puppenstube mit Kaufladen zerlegbar
- absolute Standfestigkeit durch Schraubverbindung
- abwaschbare Oberfläche
 
 
 
Foto aus dem VERO-Katalog 1972



1969 wurde auf der Leipziger Herbstmesse
eine "zerlegbare Puppenstube mit Kaufladen" angeboten,
im Jahr darauf war in der DDR-Zeitschrift "Spielzeug von heute"
eine zerlegbare Stube mit Garage zu sehen,
die aus denselben Bauelementen zusammengesetzt ist.
In 1969 the room box was presented on the Leipzig Autumn Fair but 
I only have a photo of 1970 when another version with a garage
 was announced in the GDR trade journal "Spielzeug von heute".



Naschkatze

aus meiner Sammlung

Standkaufladen "Naschkatze"
 - beide Schilder sind aus Holz und werden einfach eingehängt.
Schubladen und Theke sind aus Plastik.
Grocery shop "Naschkatze" 
- a cat who likes to pinch a bit. 
The two signs are hooked up on the back. 
Drawers and counter are made of plastic.


aus meiner Sammlung

Hier wird einfach eine Rückseite auf den großen Ständer aufgesteckt,
 eine Holztheke ist auch dabei.
Das Gestell wurde wohl vom VEB Biggi in Waltershausen hergestellt, 
die diesen Verkaufsstand mit einem Dach im Programm hatten.


VERO-Markt





Albin Schönherr



Cathrins Sammlung


1951-1952



unten: Sammlung Anna Setz



1952-1954
unten: www.puppenhausmuseum.de



Junge spielt mit Schönherr-Kaufladen - Mitte der 1950er



1954 Schilling, Dekorationsfibel. Leipzig



Schubert, E. Emil

Fabrik feinster Holzspielwaren, Grünhainichen (Erzgebirge)
1874 - 1970 (Verstaatlichung, danach Teil von VERO)


1954

 
Sammlung Borbeck - Der Laden ist gemarkt.


1966



1950er HO Lebensmittelladen - 1950s East German shop


aus meiner Sammlung


1954 Schilling, Dekorationsfibel. Leipzig



1951


 Kaufläden aus der ehemaligen DDR
 Toy grocery shops made in East-Germany

Linus Dähnert OHG, Fabrik feiner Holzspielwaren, Wünschendorf (Erzgeb.)
Moritz Gottschalk, Fabrik für Holzspielwaren, Marienberg (Sachs.)
Max Hetze, Inh. Georg Kirsche, Seiffen (Erzgeb.)
C. Moritz Reichel, Holzwarenfabrik, Niederlauterstein (Flöhatal)
Robert Schneider KG, Holz- und Spielwarenfabrik, Niederneuschönberg (Sachs.)
Albin Schönherr, Holzspielwarenfabrik, Niederlauterstein (Flöhatal)
Herbert Sieber & Sohn "SISO", Schlema 2 üb Schneeberg (Erzgeb.)
Volksbetrieb Seiffener Spielwaren, VVB Land Sachsen Möbel, Holz, Leder, Seiffen (Erzgeb.)


 Alle Fotosdie mit "aus meiner Sammlung" gekennzeichnet sind:
 Creative Commons LizenzvertragdiePuppenstubensammlerin



Freitag, 13. November 2015

Lampen - BECO - lamps

 


"Licht für kleine Welten" Light for small worlds

Bering & Co., BECO 

Nürnberg 1941-1973
 
 
 
 Schon 1891 wurden auf der "Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung"
 in Frankfurt am Main auch elektrische Lampen für Puppenstuben gezeigt
 und bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Licht 
auch in Kaufmannsläden, Apotheken, Puppentheatern, Pferdeställen und den Bahnhöfen der Modelleisenbahnen üblich.
Alles, was sich in der "großen Architektur" abspielte,
 sollte sich auch im Kleinen wiederholen,
also gab es für die Jungen Bogenlampen, Straßen- und Automobil-Laternen,
und für die Mädchen Steh-, Wand-, Tisch- und Deckenlampen.
Die Lampenschirme waren aus den verschiedensten Materialien:
Kunstharz, Seidenstoff, Perlfransen, Glas, Porzellan, 
Celluloid oder Papier. 
Von Anfang an entsprachen die Miniaturbeleuchtungen
 bis aufs Kleinste den wirklichen Beleuchtungskörpern
 und sollten dem Spielzeug eine "verblüffende Natürlichkeit" verleihen. 
Zwischen den zwei Weltkriegen wurde die Elektrifizierung weiter vorangetrieben,
 so dass eine Spielzeugzeitschrift 1928 behaupten konnte,
eine Puppenstube würde Kindern nicht gefallen, 
wenn sie sie nicht beleuchten könnten,
denn Kinder wollten die Errungenschaften der Technik auch in ihrem Reiche haben.
 Anfang der Dreißiger Jahre führte jedes Elektrogeschäft Puppenstubenlämpchen in seinem Sortiment.

>>>Englisch version


BECO
Couch-Leselampe aus Holz mit "Pergamyn" oder mit "Cellonschirm" oder mit "Cellon und Seide".









links unten: Sammlung Borbeck

Die Fünfziger Jahre

Zunächst knüpfte man an die Vorkriegserrungenschaften an.
Ein Werbefoto aus dem Jahr 1950 preist ein mehrstöckiges Puppenhaus an,
das mit elektrischem Fahrstuhl und Beleuchtung aufwarten konnte.
Viele Mädchen hatten bald wieder ein hell erleuchtetes Puppenhaus.
Von einfacher Küchenlampe bis zum Kronleuchter,
von Lampen mit Hausbar bis zu beleuchteten Kaminen,
Öfen, Radios und Miniaturweihnachtsbäumen 
gab es viele Einsatzmöglichkeiten für die kleinen Glühbirnen.



 Sammlung Gronau


Lochmuster 

Sammlung Borbeck



Sammlung Anna Setz






Die Stehlampe mit dem ungewöhnlichsten Design.

Zum Größenvergleich: ein Caco-Junge.
Scale

Die Wohnzimmer der Eltern in den Fünfziger Jahren waren selten 
im neuen Look eingerichtet.
Die Töchter konnten dagegen in der Puppenstube die sehr gewagten
 und verspielten Designs ausprobieren.
Auch die Lampen wurden in verschiedensten modernen Formen dem neuen Wohnstil angepasst. 


Sammlung Borbeck

 Die Lampen mit den farbigen Tuben gab es auch als Hängeleuchten, 2-flammig, 3-flammig, 5-flammig, wobei die Tuben dann entweder nach unten oder nach oben geöffnet waren.



 Sammlung Katharina

Die elektrischen Puppenstubenlampen funktionierten mit 3,5 Volt Birnen.






 


Die Tütenlampe ist genau wie der Nierentisch ein Symbol
 für das Design der Fünfziger. 
Durch die neuen Materialien (Kunststoffe, flexible Schläuche) 
war sie nicht teuer, sie spendete ein gemütliches
 und verstellbares Licht und ihre asymmetrische Form
 verkörperte die angestrebte elegante Extravaganz dieser Epoche.








Nachttischlampen - nur das Material und die Farben weisen auf die Fünfziger hin.













1971


1973 wurde die Firma Bering von der Firma Beli übernommen.
>>> Licht für kleine Welten 
>>> Technik für kleine Welten

1962


Puppenhauslampen - Lampen für die Puppenstube - Puppenhaus-Leuchten - Puppenlampen