Mittwoch, 14. Februar 2018

Holzschlafzimmer - Crailsheimer - Wooden doll bedrooms


1955



1955
Sammlung Gronau










1957
 
 
 
 
 
Regines Sammlung
 


Zeichnung auf einem Möbelkarton
Design on a Crailsheimer cardboard box


1957 Spielzeug-Exporthändler



Sammlung Borbeck













aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung





aus meiner Sammlung




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Der Karton ist schön bunt illustriert -
auch wenn das Bild nichts mit dem Inhalt zu tun hat.
The box is quite colourfully illustrated. 
The picture has no connection to the contents though.

aus meiner Sammlung

Die Zeichnungen an der Seite zeigen eine Crailsheimer Küche.
The drawings on the side show a Crailsheimer kitchen.



aus meiner Sammlung

Das Schlafzimmer sieht komplett aus.
Die Metallringe um die Türknöpfe - ein Zeichen für Crailsheimer.
Complete with stools, nightstands and dresser.
The metal rings around the knobs - a Crailsheimer feature.

aus meiner Sammlung

Das Bett ist sozusagen unbespielt. Der Stoff ist an den Seiten noch festgeklebt.
The bed has its original decoration - the piece of cloth is glued on at the sides.



Sammlung Borbeck


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1957 Spielzeuggroßhändler

aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung




aus meiner Sammlung





aus meiner Sammlung


aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung






1957 Bilderbuch "Im Puppenhaus"
Picture book




aus meiner Sammlung


 
aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung




1957 Großhändler-Katalog


Sammlung Borbeck



aus meiner Sammlung





Sammlung Gronau


um 1958


um 1959

Sammlung Familie Gröner




Sammlung Borbeck


um 1959





 
Regines Sammlung
 
 


Sammlung Gronau






Sammlung Gronau


um 1960



Sammlung Gronau



um 1960




aus meiner Sammlung

aus meiner Sammlung







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Geschichte der
Crailsheimer Holz- und Spielwarenfabrik
Richard Dietrich, Crailsheim / Württ.

1948/49
Der Finanzbeamte und Betriebsprüfer Richard Dietrich aus Olbernhau
 (später Sitz der VERO) geht in den Westen und lässt
1950
in Crailsheim die Spielwarenfirma "Drei Tannen" als Marke eintragen. 

Ursprünglich wollten auch Arno Hübsch
(Arno Hübsch ging dann doch noch in den Westen, siehe hier)
 und Kurt Wenzel (Spielwarenhersteller und Großhändler) mitgehen, 
sie entschieden sich dann aber, ihr unternehmerisches Glück im Osten zu versuchen.

Die junge Firma war schnell erfolgreich. 
In den Wochen vor Weihnachten leimten bis zu 170 Frauen
 im  Zwei-Schicht-Betrieb die Einzelteile nach dem Schleifen, 
Grundieren, Feinschliff und Lackieren 
zu Schränken, Tischen, Stühlen und Sesseln zusammen. 
Am Schluss wurde die Kollektion mit Gummibändern
 auf Pappen genäht und in Schachteln verpackt.
Die meisten Frauen wurden nach Weihnachten entlassen
 und nach der Spielwarenmesse im Frühjahr wieder eingestellt.
Die großen Kaufhausketten (Karstadt, Kaufhalle, Kaufhof, Woolworth, Hertie, Horten),
 der Kaufring und Großversandhäuser (Quelle, Neckermann)
 bestellten in riesigen Stückzahlen Spielwaren aus Crailsheim.
Es wurde nach Australien, Kanada und Südamerika exportiert. 
Die Firma wuchs und wuchs auf 150 Mitarbeiter und 60 Heimarbeiter.
 Produktionsstätten wurden in der Gaildorfer Straße 
und der Böhme-Fabrik in der Gutenbergsstraße eingerichtet.

Schon vor 
1957
wurde in der neuen Fabrikanlage mit Spritzguss experimentiert.

1959
Plastikspielzeug sollte das Holzspielzeug ablösen, 
darauf drängte der älteste Sohn Karl Dietrich.
Zu Spitzenzeiten verließen jetzt zwei bis drei Waggons
 und ein Lastwagen der Firma Frasch Crailsheim mit Kunststoff-Spielmöbeln.
Die Marke "Drei Tannen" wurde von "Crailsheimer Spielwaren" abgelöst.

1969 bis 1972
lief diese Produktionsschiene aus,
 statt Spielsachen wurden jetzt u.a. Lenorflaschen und Reservekanister hergestellt.
1993 
Die Firma ist am Ende.

Quelle: "Große kleine Spielwelt. Crailsheimer (Holz) Spielwaren waren einst der Weihnachtsknüller."
Stadtblatt vom 18.12.2003, Seite 4
(Herzlichen Dank für den Artikel an das Stadtmuseum im Spital, Crailsheim)






"The big small world of toys.

The wooden toy company Crailsheimer was once a Christmas blockbuster"


1948/49
the former tax inspector and revenue agent Richard Dietrich from Olbernhau


 (later home of the company VERO) moved to West Germany and opened in

1950
in Crailsheim a wooden toy company "Drei Tannen"
(The three Fir Trees, such a Christmasy name for wooden toys!)

At first, Arno Hübsch and Kurt Wenzel (respectively a toy maker and a toy seller) 
 were supposed to join him in this new enterprise, 
but they decided in the end to remain in the East and try their luck there.
 The young company rapidly became successful. 
In the weeks leading up to Christmas, two shifts of a total of 170 female employees 
were alternately busy gluing the diverse wooden parts, 
smoothing them, polishing them, staining and varnishing them
 before assembling them into various pieces of miniature furniture 
such as wardrobes, tables, chairs and seats. 
At the end, the set was fixed to a cardboard insert by an elastic band and placed inside a box. 
Most of the ladies would leave after Christmas
 and would start working again after the Toy fair in spring.
The big Department stores (Karstadt, Kaufhalle, Kaufhof, Woolworth, Hertie, Horten)
 and the main mail order companies (Quelle, Neckermann) 
 ordered toys in huge quantities from Crailsheim.
Goods were exported to Australia, as well as Canada and South-America.
 The firm prospered and numbered from then on 150 employees and 60 home-workers.
 Production sites were established in Gaildorfer Straße
 and in the former Böhme factory in Gutenbergsstraße.

1958
they started experimenting in the new factory with injection moulding.
(Note: it was earlier in fact, already in 1957 they published ads with plastic kitchens

 Ysé)

1959
plastic toys were to replace the wooden ones
 - on the initiative of the eldest son Karl Dietrich.
At peak times and during the rush leading to Christmas 
- two or three wagons loads and a lorry of the firm Frasch 
left Crailsheim full of plastic doll furniture.
The brand "Drei Tannen" became "Crailsheimer Spielwaren".

From 1969 to 1972,

 production continued along the same lines, 
but after that date, toys were replaced by the fabrication 
of Lenor washing liquid bottles and jerrycans.
1993 end of production.


Alle Fotosdie mit "aus meiner Sammlung" gekennzeichnet sind:
 Creative Commons Lizenzvertrag

Mittwoch, 7. Februar 2018

1965 Big Plastic Bungalow Variant

Building a dolls house:


Auf den Fotos sieht es ganz einfach aus. 
Am Anfang bin ich allerdings verzweifelt:
ich habe nicht kapiert, wie man die Platten verbindet,
 das Ineinanderstecken klappte überhaupt nicht,
 obwohl die entsprechenden Schlitze da waren. 
Natürlich war keine Bauanleitung im Karton gewesen,
 aber so schwer konnte es doch nun wirklich nicht sein -
 was machte ich nur falsch? 
Selbst Mitte der Sechziger konnte ein Kinderspielzeug nicht so schlecht verarbeitet sein,
dass das Haus dauernd zusammenfiel. 
Und dann, endlich der Geistesblitz, 
die Platten wurden nicht ineinander gesteckt, 
sie wurden ineinander geschoben - und schon klappte alles perfekt.




 
1965

"Großes Verwandlungs-Puppenhaus aus 76 Teilen"
denn es gibt wirklich viele Möglichkeiten, es aufzubauen.
Ich habe es zunächst mal mit der Version auf dem Kartondeckel probiert.
Advertised as "Large conversion dolls house with 76 parts".
I tried my luck with the version shown on the box.



 Die Dachplatten sind nur lose aufgelegt
 und so kann bequem damit gespielt werden. 
Passende Möbel gibt es reichlich.
 Aus der Anfangszeit von Modella und Crailsheimer
 kennen wir eine große Auswahl, 
die auch in die kleinen Zimmer des Bungalows passen 
- wenn auch meist nicht das ganze Zimmer.

   
The roof tiles are loosely laid on top 
making it easy to reach into the house and play.
 I have a lot of furniture of that time and in that scale (1:12). 
Modella and Crailsheimer are the firms we need here
 as you see on the picture of the ad above.



Die passenden Puppen sind billige Plastikpüppchen 
- dummerweise bewahre ich die meistens gar nicht auf,
 ein Fehler, der mir erst jetzt auffällt. 
 Wer so gerne alte Katalogbilder nachstellt wie ich, 
hätte auch vorher mal daran denken können.
The matching plastic dolls are made by cheap producers
 - exactly the dolls I never keep in my collection. 
A mistake, I just begin to realize. 
Liking to recreate old catalogue pictures as much as I do
 I should have thought a little bit earlier about that.



Die Geschichte der Herstellerfirma ist kompliziert, 
weil die von Johann Höfler gegründete Firma später durch zwei verschiedene Firmen weitergeführt wurde.
>>> Geschichte - History
BIG ist auch heute noch bekannt, 
weil sie das Bobby-Car erfanden - 
das kennt jeder, der Kinder hat. 
Das Logo mit dem Büffel kam aber erst 1966 
 und ist deshalb nicht auf dem Karton vom Bungalow.





Biegepuppen von Schleich - Flexible dolls by Schleich.





Der Verkaufskarton des Plastikbausatzes.
The original box of the bungalow building kit and one possible design.

 


Auf dem Karton sind vier Puppenpaare abgebildet, 
die Mädchen tragen teilweise Zöpfe und Kopftücher. 
Vom Maßstab her passen sie eigentlich gar nicht zu dem Puppenhaus,
 denn es sind normale Spielpuppen von 3-M, 
 d.h. der Puppenfabrik Maar in Mönchröden.
The sale box depicts 4 couples of dolls with girls having pigtails 
or wearing a headscarf. 
 They are actually completely out of scale and much too large for a dolls house. They are called 3-M-dolls and were made by the doll factory Maar in Mönchsröden.


rechts ist eine ähnliche 3-M-Puppe von 1966
on the right you see a similar 3-M doll of 1966


Die schönen bunten Zeichnungen auf dem Karton: 
Teich, Blumen, Steinplatten und ein Baum.
The colourful drawings on the box: pond, flowers, stone flags and a tree.



Das Modell vom Deckel ist "4fach verwandelbar"
 und natürlich wollte ich ein paar der Versionen mal ausprobieren. 
Dabei gefiel mir das "Hochhaus" besonders gut -
 dafür hätte ich vielleicht noch ein Plätzchen in meiner Sammlung gefunden. 
Leider benötigt man dafür sehr viele Eckelemente, 
die in meinem Bausatz fehlten. 
Also baute ich noch eine 5. Verwandlung:
"4-times convertible" it says on the box and I wanted to try it out. 
The skyscraper was out of the question because I had not enough corner elements. Too bad as it would have needed only a tiny space on a shelf.
 So I built a 5th conversion:



Ich habe mich dann für die 3. Variante entschieden.
I chose the 3rd proposed design after all.
 
 

Voll eingerichtet und von Puppen bewohnt mag ich es nun.
Completely furnished and inhabited by dolls I like it now.



 Alle Möbel sind von Modella von Mitte der Sechziger.
All furniture is by Modella from the mid-60s.



 Seitenansicht
side view





Variante mit weißen Platten








Update eines älteren Blogbeitrags