Montag, 27. Dezember 2021

Stuben - Bodo Hennig - Room boxes

 
 Eine Chronologie - A chronology
1956-1976
 
 
 
 
1956 - 1957




1957-1960

Es gab noch zwei dazu passende Stuben ohne Fenster,
eine kleine für die Küche und eine größere für das Schlafzimmer - siehe oben.
Natürlich sollten die Mädchen sich daraus 
eine Wohnung zusammenstellen können.
Die beiden anderen Stuben ohne Fenster und Türen
sind im leeren Zustand selbstverständlich völlig reizlos
- wenn man nicht Bodo-Hennig-Fan ist...

There was a matching roombox for the bedroom and the kitchen,
both without windows or real doors,
looking even more frugal than this livingroom box.
But together they formed the doll apartment 
- and I would love to have them all...

Die einfache Einraumstube ohne Tapeten und ohne Bodenbelag
ist natürlich nur für Hennig-Sammler ein ganz besonderes Stück.
Genau der richtige Hintergrund für seine Puppenmöbel aus dieser Zeit,
genau die richtige Farbe, das richtige Material, der richtige Maßstab.
Alles stimmt.
Für eine Fünfziger-Jahre-Stube sieht es recht minimalistisch aus.
Es gibt keine harten Kontraste,
die Farbe Schwarz taucht nicht auf, auch die Metallverzierungen fehlen
- aber das ist eben das Besondere an Bodo Hennigs Möbelstil,
der sich nie am Warenhausdesign orientierte
sondern an dem Angebot der gehobenen Möbelhäuser
und in diesem Fall eher am skandinavischen Möbelstil.







 
 
 
 

Zeitungsständer aus Weide











 
Das Fach für die Batterie, damit die Lampen in der Stube
unter der Fensterbank angeschlossen werden konnten.
The space for the battery so that the lamps in the room box
could be connected to electricity by the plugs under the window sill.



Bodo Hennig TV


Diese Einrichtung ist aus einem Spielwarenkatalog
und offensichtlich nicht entsprechend der Hennig-Werbefotos eingerichtet,
denn obwohl alle Möbelstücke von ihm hergestellt wurden,
wären die Kommoden an der hinteren Wand niemals so
in einem Hennigprospekt hingestellt worden
- denn eigentlich sind es Schrankoberteile.
Another photo of around 1959 found in a toys catalogue.
Although there are only Hennig pieces in the room box
 it was not furnished by the firm itself
- the sideboards on the wall are actually upper elements
 which were put ON sideboards.
I like that. 
And besides, it is one of the very rare colour photos of that time.




Aus der Sammlung Gronau/Sauerland

A rather simple roombox without wallpaper and without a floor covering.
But a collector of Bodo Hennig's furniture values the artless background: 
exactly the colour, material and size you need for the perfect presentation.
It is not the typical fifties livingroom.
Where are the contrasting colours, the swinging forms,
the metal bands, the colour black, the asymmetry?
We realize again that this was never Bodo Hennig's design at all.
He loved wood and had probably studied 
the Scandinavian style of making furniture very closely.




 

Bodo Hennig Jubiläumsstube 2000 - 50th anniversary Bodo Hennig



 

 Im Bodo Hennig Katalog von 2000 wurde diese limitierte Auflage
 einer 50er Jahre Puppenstube angekündigt, 
die ich mir sofort bestellte.
Das Erna-Meyer Biegepüppchen ist mit Petticoat, 
Ringelsöckchen und Pferdeschwanz genau passend gekleidet.
 
Kann man den Nierentisch und die Musikbox erkennen? 
In der Musiktruhe ist eine Spieluhr, 
die nach dem Aufziehen sehr schön laut "La vie en rose" spielt.

The 2000 catalogue of Bodo Hennig offered this 50th anniversary dollhouse, 
 limited edition of 1000 items, which I ordered at once. 
The posable doll is by Erna Meyer and 
fits perfectly with petticoat, striped socks and ponytail.

Do you see the kidney-shaped table and the musicbox?
 It plays "La vie en rose" after winding it up.






Das Bild mit einer italienischen Landschaft erinnert
an die Italiensehnsucht der Deutschen in den 50ern.
Die Jubiläumsstube wird ab und zu bei ebay angeboten
und man musste bis jetzt nie so viel dafür bezahlen wie ich im Jubiläumsjahr 2000...
The picture of an Italian landscape reminds of the longing for Italy in those times.
Sometimes this anniversary dollhouse is sold at German ebay
and until now nobody had to pay as much as I did in 2000 ...
 
 
 



1961 - 1964
Fenster mit zwei Pfosten

Eine Anzeige von 1961 einer  Bodo Hennig  Puppenstube,
eigentlich sind es zwei einzelne Zimmer.

In den Werbeanzeigen wurde es als Küche eingerichtet,
die passenden Stuben für das Wohn- und Schlafzimmer waren etwas größer.
Verwunderlich ist schon, dass ein Küchengehäuse keine Fliesen an den Wänden hat,
so dass Hennig die vielseitige Verwendbarkeit seiner Stuben wohl wichtiger war.

Ich hatte dieses Foto schon seit Jahren bewundert, 
da es auch im Sammlerklassiker >>>"Traumwelten" abgedruckt war. 
Es brauchte Jahre bis ich endlich eine ähnliche Stube bekam
 - meine ist wahrscheinlich von Mitte der 60er - 
dann auch noch lange Zeit bis wenigstens ein großer Teil der Möbel dazu kam.

"Modern architecture in dolls houses, 
here a livingroom and a kitchen as an example.
 They are made of real wood and can be combined. 
In the kitchen even the colours of the china match the colours and form of the furniture."
I had admired the room for years as the ad was also included in the famous German catalogue >>>"Traumwelten der 50er Jahre" . 
But it took years to stumble over a similar room box and to get items of the interior.

An ad of 1961 showing a Bodo Hennig roombox 
- actually two separate room boxes.


 





  1965 - 1967

Die 60er sind bezüglich Mode und Design eine interessante Zeit,
am Anfang gab es noch Nierentische und Pastellfarben
und am Ende Weltraumdesign und bunte Hippie-Mode.

The sixties are a very interesting period regarding design and fashion
- sometimes very much connected to the fifties
and hesistantly accepting the new material plastic
and at the end of the decade so quick
in transfering their enthusiasm for space rockets
 and hippies on interior design. 


The drapes would always be included.
The floor is just painted light blue, the walls are papered.

Eine Einrichtungsvariante mit diesem großen Schrank 
sieht man im unten angezeigten Bericht.


 

Ein Interview mit mir über das 
Möbeldesign der Sechziger Jahre, 
dargestellt durch die originalen Puppenmöbel dieser Zeit.
Diese Hennigstube ist auch dabei.
An interview with me...
... about the 60s interior design represented in dollshouses of that time. 

Vielen Dank an den Fotografen Sven Fennema aus Krefeld,
der meine 60er-Wohnzimmer so gekonnt in Szene setzte!
 
 
Many thanks to the photographer Sven Fennema 
who found such interesting points of view with his camera!




Eigentlich die Stube für die Küche, Fenster nur noch 2teilig.
Das Schiebefenster kann man öffnen.
Originally a kitchen room box, slightly smaller, window on the right.
The sliding window can be opened.
 


Schlafzimmermöbelerweiterung durch Bettumbauten
und Schrankaufbau.
 


Eingerichtet wie die Stube von 1961 - 1964



Aus: "Traumwelten der Fünfziger Jahre"

1968-1969
Puppenküchengehäuse 



1970-1975






Die Puppenstuben von Bodo Hennig waren immer recht einfach konstruiert. 
Man kaufte eine Packung mit 3 tapezierten Wänden und einem Boden
 und setzte sie mit Hilfe von vorgebohrten Löchern und Holzstiften zusammen,
 man konnte sie auch zusätzlich noch leimen.
Es gab meist verschiedene Zimmer, die zusammen eine Wohnung ergaben:
 Küche und Wohn- bzw. Schlafzimmer. 
Ab 1970 kam auch noch ein kleines Bad dazu. 
Diese Puppenzimmer waren je nach Funktion unterschiedlich groß, 
sie hatten je ein Fenster oder eine Tür.

The room boxes of Bodo Hennig are all quite plain and simple. 
You bought a kit with the 3 walls and the floor,
 made of wood of course, 
then you would stick and perhaps glue it together 
with the help of pins and holes. 
Usually there were three different types of room boxes available: 
kitchen, living room and bedroom
 - they differed by size or the position of the window or door. 
Not until 1970 a bathroom was added to this set of rooms 
which would form an apartment. 



 
1970
Badezimmer zum Anbauen an die Puppenstuben
Bathroom to attach to the room boxes



Im Puppenhaus aus dieser Zeit findet man
In the dollshouse of that period you have




 1974?

Eine moderne modulare Einrichtung,
die Schrankelemente können genauso gut anders gruppiert werden,
 genau wie die Sesselelemente.
Die vorherrschende Farbe ist Braun -
das Orange in Bodo Hennigs Möbelprogramm von 1972 ist fast verschwunden.
Die Einbauküche war damals hypermodern -
auch heute, fast 40 Jahre später, wirkt sie noch nicht altmodisch,
mit ihrem Dunstabzug, Gefrierschrank und den üblichen Haushaltsgeräten.
The modern and flexible furniture can be arranged in many ways.
The main colour is brown, the orange from the years before has nearly vanished.
 At that time the kitchen was hyper modern 
and even nowadays, nearly 40 years later
 it does not look oldfashioned with its many appliances.





 In der Sammlung Gronau/Sauerland finden wir die Stube
 mit genau denselben Wohnzimmertapeten, 
wie sie im Katalog von 1976 abgebildet ist.
The catalogue photo of 1976 shows exactly this pattern on the wallpaper for the livingroom.


Photos from the collection Gronau/Sauerland.


Nur 1976 im Katalog verzeichnet.
Danach wurden nur noch Einzelräume in einem neuen Design verkauft.
Bis 1975 waren die beiden Zimmer in kräftigen Farben tapeziert, blau und orange.
Orange war auch die Lieblingsfarbe für Möbel, 
Lampen oder sogar die Puppen von Hennig.
Ab 1976 wird es langweilig, man sieht nur noch die Farbe Braun.

This room box with the light coloured wallpaper 
was produced only for one year: 1976 
During the previous years it had always been decorated
 with a striking ORANGE wallpaper.
From 1977 onwards the design world favoured the boring colour BROWN.
And so did Bodo Hennig.




 
1976
Küchengehäuse 







 



-letztes Update 31.10.2025


Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
diePuppenstubensammlerin
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Freitag, 17. Dezember 2021

Gastbeitrag: Puppe Mimmis Weihnachtsszenen - Guest article by Puppe Mimmi

 …ich bin ein totaler Weihnachtsfan, im Großen wie im Kleinen. 
Das ist wohl auch der Nähe zum "Weihnachtsland", 
wie sich das Erzgebirge nennt, geschuldet.
 ...I'm a total Christmas fan, in big and small ways. 
That's probably also due to the proximity to "Christmasland", as the Erzgebirge is called.

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Da Bodo Hennig aus dem Erzgebirge kommt,
 dachte ich mir, er hätte nichts dagegen, 
wenn ich aus seiner Jubiläumspuppenstube von 2000 eine erzgebirgische Weihnachtstube mache.
 Schwibbogen, Pyramide, Nussknacker und Holzleuchter 
sind schon sehr lange Weihnachtsboten aus dem Erzgebirge
 und deshalb passen sie auch in das Wohnzimmer der 50er Jahre. 
Da ja Weihnachten im Winter ist, 
bekam die Stube auch noch einen Ofen. 
Dieser ist vielleicht nicht ganz zeitgemäß, 
aber wenn sie noch gut funktionierten, 
traf man sie auch noch in den 60er Jahren 
und später in den Wohnungen an.
Since Bodo Hennig comes from the Erzgebirge,
 I thought he wouldn't mind 
if I turned his jubilee doll's house from 2000 into an Erzgebirge Christmas room.

 Alle Fotos: Puppe Mimmi

Wusstest Du, dass Bodo Hennig noch zu seinen Lebzeiten 
sein Musterzimmer zurück ins Erzgebirge,
 nach Borstendorf gebracht hat?
 Dort wurde im Rathaus dafür eine ständige Ausstellung eingerichtet. 
Diese habe ich mir im Februar 2012 angesehen. 
Ich bin ein Fan seiner Puppenstuben-Artikel, 
obwohl ich erst nach der Wende seine Kataloge in die Hände bekommen habe. 
Als erstes kaufte ich den roten Weck-Topf mit den vier Einweckgläsern
 und die schwarz-weiß gesprenkelte Abwasch-Schüssel
 aus seinem Puppenstuben-Zubehör und 
ergänzte meine Puppenstuben aus den 1930 bis 1940er Jahren. 
Wenn ich heute auf Floh- und Trödelmärkten etwas von BH sehe, 
werde ich regelmäßig schwach ...  


Alle Fotos: Puppe Mimmi

 Ich muss gestehen, dass ich aus Platzgründen 
nur wenige Originalgehäuse sammeln kann.
 Mein Sammelschwerpunkt liegt bei den Möbeln und Zubehör.
 Ich arbeite viel mit demontierbaren und gut verstaubaren Gehäusen. 
Und hier kommt auch gleich ein Beispiel, 
ich erwarb im Baumarkt drei unterschiedlich große Deko-Boxen, 
die sich in einander stecken lassen. 
In die mittlere baute ich ein Wohnzimmer ein 
und wir schauen zwei Deiner Lieblingspuppen bei der Bescherung zu. 
Das Caco-Mädchen bekam einen Tisch mit Stühlen für ihre Teddybären
 und in dem Paket auf ihren Knien ist bestimmt noch etwas Geschirr für den Teddy-Tisch. 
Der Caco-Junge nutzt das Zimmer für eine erste Probefahrt mit seinem neuen Dreirad.
 Die anderen Geschenke sind erst einmal uninteressant 
und auch die leckeren Weihnachtsplätzchen hat noch keiner angerührt.

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Der Buß- und Bettag am 17. November ist bei uns in Sachsen ein Feiertag
 und seit Jahren unser Familien-Backtag
da werden über 3 Kilo Teig zu Weihnachts-Plätzchen verbacken, 
nach einem alten Rezept mit Pottasche und Hirschhornsalz als Triebmittel. 
Und diese Weihnachtsbäckerei habe ich natürlich auch in einer Puppenküche gestaltet. 
Diese Küchenecke grenzt an eine Puppenstube
 mit einem weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer an.
 Und da steht eine Puppenstube in der Puppenstube.  
In meiner Kindheit fand das Spielen mit der Puppenstube 
nur in der Advents- und Weihnachtszeit statt, 
danach wurde wieder alles auf den Spitzboden verstaut. 
Und deshalb gehört die Puppenstube bei mir irgendwie immer zu Weihnachten.
The Day of Prayer and Repentance on 17 November is a public holiday in Saxony.
 and has been our family baking day for years, 
We bake over 3 kilos of dough into Christmas biscuits, 
according to an old recipe with potash and deer horn salt as leavening agents. 


 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Fünfziger Jahre - 50s

 

70s

Dann dekoriere ich auch gern mal die gleiche Stube mit verschiedenen Möbeln. 
In meinem zweiten Beispiel behalte ich sogar die Couchgarnitur,
 aber wir springen 20 Jahre weiter in die 70er Jahre.
 Als ich dieses VERO-Wohnzimmer in grün erstand, 
wusste ich sofort, grün und rot als typische Weihnachtfarben,
 das wird ein Weihnachtszimmer. 
Der alte Kachelofen wurde gegen einen modernen Ofen getauscht
 und die Essgelegenheit wird aus der Küche in das Wohnzimmer verlegt.
 Die Küchen in den Neubauwohnungen waren nur noch eng und schmal. 
Alle Möbel in Küche und Wohnzimmer wurden aneinander gebaut
 und standen nicht mehr einzeln im Raum. 
Aber es gab immer noch genug Platz für die Weihnachtsdekoration, 
wenn man auf das Fernsehgerät verzichtet. 


 
Alle Fotos: Puppe Mimmi

Zu Zeiten als die Wohnküche der Mittelpunkt der Wohnung war
 galt dort 10 G. 
Da wurde gekocht und gebacken, gegessen und gefeiert, 
gewaschen und gebadet, gebügelt und gespielt, geputzt und geschmückt. 

Zu Ostern oder Weihnachten wurden die dazu passenden Tisch- und Schrankdecken aufgelegt. 
Und wo nur irgendwo möglich wurden zur Weihnachtszeit kleine Kerzenhalter,
 das Räuchermännchen, die Pyramide und der Adventsleuchter aufgestellt, 
sogar auf dem Fensterbrett und zwischen den Doppelfenstern.  
Und meine Puppenstube stand in dieser Zeit auch in der Küche.

 Die Puppenstube aus meiner Kindheit ist der Grund für mein Hobby. 
Ausgangspunkt war eine 2-Zimmer- Puppenstube aus den 30er Jahren, 
mit der schon meine Mutti gespielt hatte. 
 The doll's house from my childhood is the reason for my hobby. 
The starting point was a two-room doll's house from the 1930s, 
that my mum had already played with. 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Mein Vati baute daraus ein Puppenhaus, 
von dem ich leider nur dieses schlechte schwarz-weiss-Foto,
 aber jede Menge Erinnerungen habe. 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Ich erhielt einen neuen Herd und typisches Zubehör aus meiner Zeit,
 wie Radio, Fernseher, Liegestuhl, einen elektrisch beleuchteten Weihnachtsbaum, 
eine versenkbare Nähmaschine und eine Flurgarderobe. 
 Als wir Anfang der 70er Jahre in eine Neubauwohnung umzogen,
 musste ich das Puppenhaus aus Platzgründen weggeben.
 Als ich Anfang der 80er Jahre für meine Tochter ein Puppenhaus einrichtete,
 habe ich mich schon geärgert, 
dass ich nicht einmal meine Puppenstuben-Möbel behalten durfte. 
Aber als ich Fan von Floh- und Trödelmärkten wurde, 
habe ich mir diese alten Möbel wieder zusammen gesammelt 
und damit eine Art Hommage an die Puppenküche meiner Kindheit gestaltet. 
Und das war dann endgültig der Beginn meines intensiven Sammelns und Gestaltens en miniature.

Alle Fotos: Puppe Mimmi

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Es war schon immer mein Traum so eine große Küche im Zeit-Stil meiner Großeltern zu gestalten.
 Im Küchenbuffet lassen sich sogar die Türen 
zwischen Unter- und Oberteil öffnen 
und geben Details für die Vorratswirtschaft preis - 
genau wie bei meiner Oma. 
Die Puppen-Oma hat mit den eigenen Zutaten
 Christstollen beim Bäcker backen lassen und der liegt nun mehrfach bereit. 
Sie fegt schnell noch einmal durch,
 denn die Kaffeetafel ist schon gedeckt, um den Stollen an zuschneiden. 
Die Enkelin darf noch mit ihrer Puppenstube spielen, bevor der Besuch kommt.
 Alles wurde weihnachtlich geschmückt, 
selbst der Spiegel und der Wasserhahn erhielten ein grünes Reisig-Zweiglein.

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Und im Original hat mein Opa seinen Weihnachtsbaum zwischen den Aufwaschschrank
 und der niedrigen Zimmerdecke "geklemmt", 
weil kein anderer  Platz da war. 
Auf dem Schwarz-weiß-Foto mit der Puppenstube 
hat diese sogar noch unter den Baum gepasst. 
 Die Oma musste dann auf dem Küchentisch ihr Geschirr reinigen.
 Auf dieses Detail mit den eingeklemmten Baum 
habe ich dann doch in meiner Puppenküche verzichtet.  

 

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Ich gestalte auch sehr gern Bäder. 
Aus diesem großzügig geschnittenen Bad
 hat die Dame des Hauses eine kleine Wohlfühl-Oase gemacht.
 Hier kann sie in einer wohnlichen Atmosphäre ein Entspannungsbad
  im Kerzenschein nehmen. 
Eine weiche Decke liegt bereit
 und auf dem Chaiselongue liegend gönnt sie sich Zeit für sich selbst. 
Frisch gepresster Orangensaft steht bereit und 
zum Lesen findet sich auch immer etwas.
 Und etwas Weihnachtsdekoration rundet das Wellness-Programm ab.

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

In dieser kleinen Puppenstube habe ich ein bisschen englisches Weihnachtsfeeling gestaltet.
In this little doll's house I have created a bit of an English Christmas feeling.

 Mittelpunkt sind der weihnachtlich geschmückte Kamin und die beiden sehr gemütlichen Sessel.
 Im Schrank steht alles für eine gemütliche Tee-Zeit bereit. 
Die beiden Kinder haben vor lauter Freude am Geschenke auspacken
 vergessen ihre Mützen abzusetzen. 
Vielleicht ist der Kamin ja noch nicht ganz so warm wie erwartet.

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

Es gibt nicht nur kleine Autos sondern auch kleine Puppenstuben in Streichholzschachteln.

 In diesem Kaufmannsladen habe ich bei dem Mischwarensortiment festgestellt, 
dass diese kleinen Stuben perfekt in die offenen Fächer passen. 


 Und dann habe ich dieses "Fachgeschäft für Puppenstuben und Holzspielzeug" gestaltet.
 Habe den Linus  Dähnert Kaufladen mit 7 Schiebekästchen um zwei zusätzliche Ladentafeln erweitert.

 


Weißt Du eigentlich wo der Weihnachtsmann seine Werkstatt hat?

Do you know where Father Christmas has his workshop?

Alle Fotos: Puppe Mimmi 

Bei mir, 
wir haben ihm eine im Maßstab 1 :10 gebaut. 
Es war die Idee von meinem Mann. 
Wenn wir so ein Hobby haben, braucht man einen Partner,
 der das nicht nur mit trägt, sondern idealerweise auch mit unterstützt. Ich war und bin bei seiner Modelleisenbahn sein Maler und Landschaftsgärtner. 
Er ist bei meinem Hobby Tischler, Drechsler und Elektriker. 
Wenn man Puppenstubenmöbel alt und gebraucht kauft,
 fehlt meistens irgendetwas, ein Tischbein, 
eine Schranktür, ein ganzes Teil. 
Das ergänzt er mir, er hat auch schon ganze Gehäuse gebaut.
 Bei dieser Idee ist fast alles selber gebaut.
 Nur der  Ofen, die Standuhr und das Bücherregal sind erworben. 
Und den aufklappbaren Schreibsekretär habe ich
 im Werksverkauf bei Rülke in Kleinhartmannsdorf in Naturholz gekauft.
 Alle anderen Einrichtungsgegenstände sind selber gebaut.



Alle Fotos: Puppe Mimmi

Regional bedingt werden die Weihnachtsgeschenke ja immer mal von einem anderen gebracht,
 ob vom Christkind, Knecht Ruprecht oder vom Weihnachtsmann. 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

In dieser Werkstatt kooperieren der Weihnachtsmann 
mit seinen Wichteln und das Christkind
 in Form eines rothaarigen Engels mit dessen Helfer-Englein,
 ist ja auch praktisch wegen der kurzen Wege.
 Der Weihnachtsmann ist mit seiner Weihnachtspost beschäftigt
 und trägt alle Wünsche in sein großes Buch ein. 


Der Engel rührt den Knochenleim auf dem Ofen um.
 Beide drehen ihren Helfern den Rücken zu. 
Diese haben die Regale schon gut mit Geschenken bestückt 
und nutzen das aus für etwas Blödsinn. 
Da wird übermütig auf der Lampe geschaukelt, 
einer macht ein Nickerchen unter der Werkbank, 
ein anderer weckt ihm mit einer Glocke auf. 
Und ob das so praktisch ist,
 beim Geschenkeeinpacken nebenher Schokoladen-Pfefferkuchen zu essen?   

 
Alle Fotos: Puppe Mimmi

Ich hoffe Du siehst u.a. an der Telefonliste und am Sani-Schrank, 
dass wir viel Spaß beim Bauen und Dekorieren hatten.

 

Alle Fotos: Puppe Mimmi

"Kleine heile Welt"
lautet ein Buchtitel über die Sammlung von Hannelore Henze.
Ja, wir erbauen uns mit unserem Hobby unsere eigene heile Welt und
 flüchten aus der nicht-heilen Welt da hinein. 
Wir gestalten sie mit Erinnerungen, Gefühlen und Harmonie - 
da harmonieren der Zeitstil, der Maßstab, die Farben die liebevollen Details, 
wir gestalten sie uns so, dass wir am liebsten in die Stuben mit einziehen möchten. 
Schon das kreative Gestalten und Basteln lässt uns unsere Umwelt vergessen,
 ich vergesse dabei oft die Zeit.



Alle Fotos: Puppe Mimmi

Das ist mein letzter Beitrag zum Thema Weihnachten en miniature.
 Deshalb lade ich Dich jetzt zu einem Besuch auf den Weihnachtsmarkt ein. 
Dieser Markt ist geöffnet, systemrelevant und kann nur online besucht werden. 
Wenn Du

 in die Suchmaschine eingibst findest Du auf
 YouTube einenkleinen Film über unseren Miniatur-Weihnachtsmarkt im Maßstab 1:10. 

If you enter 
 in the search engine, you will find a short film about our miniature Christmas market in 1:10 scale on YouTube. 

Der Weihnachtsmann bringt seine Geschenke mit der Eisenbahn. 
Damit der Maßstab passt wurde aus  der Gartenbahn eine Parkbahn. 
Ausgangspunkt war eine kleine Szene auf dem Fensterbrett - 
da war die Spielzeugbude noch ungebeizt. 
Heute hat der Weihnachtsmarkt  eine Fläche von 2 x 4 Metern 
und vereinigt die Hobbies Modelleisenbahn und Puppenstuben.

 Wir stellten diesen Markt schon bei Modellbahn-Ausstellungen, 
im Museum, in Seniorenheimen aus und 
wir waren damit auch schon dreimal im städtischen Hospiz.
Nun musste er das zweite Jahr in Folge eingepackt und verstaut bleiben ...

 

Viel Spaß beim Bummel über unseren Weihnachtsmarkt 
wünscht Dir Karin 


 Puppe Mimmi:

„Der Ausstellungskatalog von Bruchsal 1996 
hatte auch meinen Fokus  auf die Wohnkultur der 50er Jahre verstärkt.
Meine Heimatstadt nennt sich auch das Tor zum Erzgebirge 
und so werde ich auf Trödelmärkten meist fündig für mein Hobby.

Viele Grüße aus Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025

Alle Fotos und Texte in diesem Beitrag sind von Puppe Mimmi. 

Freitag, 10. Dezember 2021

Gastbeitrag: 1959 Kibri-Puppenhaus - Guest article: 1959 Kibri dollhouse

Text/Photos von/by Regine

Restaurierung des Kibri-Hauses

 


Ein großes rotes Dach, bespielbar von zwei Seiten, eine hübsche Veranda mit Holzbalken, die weißgrüne typische Kibri-Türe… so war mir dieses Haus schon vor langer Zeit in einer Ebay-Anzeige ins Auge gesprungen. Ein Schuppenfund mit Wasserschäden an den Tapeten. Lange nicht verkauft, aber irgendwann war die Anzeige verschwunden. Zu dieser Zeit hatte ich meine Sammlung noch nicht begonnen, trotzdem habe ich diesem Haus nachgetrauert und konnte es nicht vergessen.

 


Vor einiger Zeit entdeckte ich es wieder auf ebay.
Wunderschön leuchtete sein rotes Dach mit dem kleinen Dachfenster-Aufsatz. Doch leider war es überstrichen. Trotzdem habe ich es schließlich gekauft.

 Dann stand es bei mir in der Werkstatt. Ich begann, die Farbflecken auf dem Boden mit Aceton abzureiben, eine mühsame Arbeit, bei der manchmal auch zu viel abging.

 Auch löste ich Tür und Fenster heraus, denn beide waren mit dicker weißer Farbe überstrichen.

Die Türe und der Türrahmen konnten durch einen Schlitz im Boden, der mit einem Holzstück gesichert war, von unter dem Haus herausgeholt werden. Das Fenster war einfach auf die Wand aufgeklebt und ließ sich vorsichtig ablösen.

 Das Entfernen der Farbe mit Aceton war mühsam, aber nach und nach kam der elfenbeinfarbene Original-Farbton sowie das zarte Blaugrün des Türrahmens zum Vorschein. Ich staunte über die Qualität des Materials, das die raue Behandlung mit chemischen Mitteln und das Kratzen mit einem Schaber unbeschadet überstand. Für den Fensterrahmen war Aceton das richtige Mittel. Leider merkte ich zu spät, dass die Scheiben von Aceton blind wurden. Dieser Fehler bleibt, er lässt sich leider nicht wieder gutmachen.

Über dem Fenster war noch die originale Vorhangstange angebracht, auch sie war überstrichen und vermutlich auch schon geklebt. Jedenfalls zerfiel die zarte Stange in Stücke, und ich hatte keine Idee, wie das zu reparieren wäre.

Nachdem die ursprüngliche Farbe bei den abnehmbaren Teilen wieder freigelegt worden war, begann ich, mir Gedanken über die Gestaltung der Wände zu machen. Ich entfernte zunächst die elektrischen Leitungen und Schalter, und konnte auch hier, so wie schon bei der Türumrandung, kleine Ausschnitte des Tapetenmusters erkennen.

Mir wurde klar, dass die Original-Tapeten komplett vorhanden waren, nur leider versteckt unter einer oder mehreren dicken Farbschichten.

 



Ich hatte schon drei alte Tapetenreste ausgewählt und war dabei zu überlegen, wie ich sie in den Zimmern verteilen sollte. Jedoch widerstrebte es mir zutiefst, mit dem Herausreißen des gesamten Wandbelags zu beginnen. Es hätte die überstrichene aber vorhandene originale Tapete endgültig zerstört.

Ob da nicht doch noch was zu machen war? Aceton… Erhitzen mit dem Fön… Schaben mit einer Klinge… Wenn ich mich richtig erinnere, war es zunächst das Aceton, das den Blick auf ein Stückchen Tapete freilegte. Das Erwärmen der Farbe machte diese wie Plastik wirkende Farbe weich. Als ich an einem Zipfel zog, löste sich ein ganzer Streifen der doppelten Farbschicht ab. Schnell hatte ich eine große Fläche freigelegt und konnte das wunderschöne Muster der Tapete bewundern.

 

Es war, als teilte sich die Tapete in der Mitte auf. Die oberste Schicht ihres Musters und ihrer Farbe blieb leider an der Farbschicht hängen, die ich abzog. Jedoch erlaubte die gute Qualität der Tapete und ihre sorgfältige Verarbeitung, die untere Schicht recht unbeschadet an den Wänden zu belassen. Der Glanz der Farben ist dahin und auch das Muster ist nur noch zart zu erahnen. In mühevoller Arbeit ist es mir jedoch gelungen, die aufgetragene Farbschicht überall zu entfernen.

 

Leider ließ sich die Farbschicht nur an den wenigsten Stellen so schwungvoll wie an der allerersten Wand abziehen. Auch das Erwärmen half längst nicht überall, so dass ich schließlich vor allem mit der Klinge gearbeitet habe.

An manchen Stellen habe ich leider die Tapete verletzt, so dass unschöne Löcher entstanden waren. Mit Schnipseln der abgezogenen Farbschicht, auf deren Rückseite sich das Tapetenmuster befand, füllte und überklebte ich die beschädigten Stellen.

Nun setzte ich die Türe wieder ein. Sie brauchte neue Stifte in den Angeln. Jetzt kann sie wieder auf und zu gemacht werden.

 

Das Fenster jedoch stellte ein größeres Problem dar. Irgendwie passte es nicht, etwas schien zu fehlen. Zum Glück konnte ich Fotos von meiner Sammler-Freundin bekommen, die dieses Haus in tollem Zustand in ihrer Sammlung stehen hat. Auf diesen Fotos bemerkte ich eine Art blaugrüne schmale Fensterbank. Dieses Teil hatte ich leider nicht. Ich ersetzte es mit einer schmalen Holzleiste. Um diese besser aufzulegen und um die Beschädigungen unter dem Fenster zu kaschieren, klebte ich eine weitere Leiste gegen die Wand zur besseren Auflage der Fensterbank.

Ich habe noch kein Kibri-Haus mit Vorhängen gesehen, so dass ich leider nicht weiß, welch schöne Gardine ursprünglich an der feinen Gardinenstange über dem Fenster gehangen hat. (Vielleicht kann ja jemand ein Foto davon schicken?). Da jedoch die Stange kaputt gegangen war und auch die Tapete um das Fenster herum große Schäden aufwies, entschloss ich mich, nachdem ich das Fenster von innen gegen die Wand geklebt hatte, die schadhaften Stellen hinter einem wunderschönen originalen Grünhainichen-Vorhang zu verbergen.

Eigentlich wollte ich mich mit diesem Ergebnis zufriedengeben, aber das Äußere des Hauses glänzte so neu unter einer fettigen Farbschicht. Der Farbton schien mir zum Glück gut gewählt zu sein und war vom Original kaum zu unterscheiden. Einzig der Glanz und die Pinselspuren zeugten von der Übermalung.

Ich konnte es nicht lassen, meine Aceton-Flasche war noch nicht ganz aufgebraucht. Ich versuchte mich an der Wand und entfernte mit Hilfe von Aceton und Klinge den gesamten Belag der schmalen Seitenwand der Veranda. Zum Vorschein kam eine solide weiße Farbe, jedoch ohne Relief. Ich war mir nicht mehr so sicher, ob ich nicht zu viel entfernt hatte. Ich versuchte, an der Wand um das Fenster herum durch vorsichtiges Abtupfen mit Aceton nur den Glanz der Farbe zu entfernen, ohne die Struktur zu zerstören, die wohl mit dem ursprünglichen Anstrich entstanden war. Die Struktur weichte jedoch schnell mit auf, so dass ich es bald aufgab und die Wand mit Struktur und etwas Glanz bestehen ließ.

Nun störte mich nur noch das überstrichene Gestänge der Veranda. Ich begann mit meinen beiden Vorgehensweisen Aceton und Klinge die glänzende fettige Farbe zu entfernen.

 

Leider ließ sich das nicht ohne Schaden durchführen. An manchen Stellen schaut jetzt das nackte Holz hervor, an anderen sieht es leicht fleckig aus. Trotz allem bin ich froh, auch hier eher einen Eindruck von vergangener Zeit erreicht zu haben. --- vielleicht kann man sich ja vorstellen, dass das Wetter dem Freisitz etwas zugesetzt hat, wie im richtigen Leben. 

Ich möchte meinen Bericht mit einem Plädoyer für den Erhalt originaler alter Puppenstuben schließen. Der Gesamteindruck von Stimmigkeit der typischen Farben und Formen alter Puppenstuben kann nur im Originalzustand erstrahlen. Die Zeit und das Spiel (dafür waren sie ja schließlich gemacht!) haben sicherlich an vielen Exemplaren ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem sollte man sehr genau überlegen, ob nicht der Erhalt der originalen Ausstattung durch behutsames Restaurieren erreicht werden kann. Gerade mit dem Pinsel und unseren modernen Farben, die so ganz anders beschaffen sind als die Farben aus der Zeit der Puppenstuben, ist schnell das Alte auf immer zerstört. Oder, wie bei meinem Kibri-Haus, nur durch unzählige Stunden Arbeit so einigermaßen wieder herzustellen… 



Restoration of the Kibri house

A big red roof, playable from two sides, a pretty veranda with wooden beams, the white-green typical Kibri door... this is how this house had caught my eye a long time ago in an Ebay ad. A shed find with water damage to the wallpaper. It hadn't sold for a long time, but at some point the ad disappeared. At that time I had not yet started my collection, but nevertheless I mourned this house and could not forget it.

Some time ago I discovered it again on ebay. Its red roof with the little skylight shone beautifully. But unfortunately it had been painted over. Nevertheless, I finally bought it.

Then it was in my workshop. I began to rub off the paint stains on the floor with acetone, a tedious job that sometimes resulted in too much coming off.

I also removed the door and window, because both had been painted over with thick white paint.

The door and the door frame could be taken out from under the house through a slot in the floor, which was secured with a piece of wood. The window was simply glued to the wall and could be carefully removed.

Removing the paint with acetone was tedious, but gradually revealed the original ivory colour and the delicate blue-green of the door frame. I was amazed at the quality of the material, which survived the rough treatment with chemicals and scraping with a scraper unscathed. Acetone was the right remedy for the window frame. Unfortunately, I noticed too late that the panes became blind from acetone. This mistake remains, unfortunately it cannot be repaired.

The original curtain rail was still attached above the window, it too had been painted over and probably already glued. In any case, the delicate rod fell to pieces and I had no idea how to repair it.

After the original paint had been exposed again on the removable parts, I started to think about the design of the walls. I first removed the electrical wiring and switches, and was able to see small sections of the wallpaper pattern, just as I had done with the door surround.

I realised that the original wallpaper was completely there, just unfortunately hidden under one or more thick layers of paint.

I had already selected three old wallpaper remnants and was considering how to distribute them in the rooms. However, I was deeply reluctant to start ripping out the entire wall covering. It would have destroyed the original wallpaper that had been painted over.

Couldn't something still be done? Acetone... heating with a hair dryer... scraping with a blade... If I remember correctly, it was the acetone that first revealed a piece of wallpaper. Heating the paint softened what looked like plastic. When I pulled on a corner, a whole strip of the double layer of paint came off. I quickly uncovered a large area and could admire the beautiful pattern of the wallpaper.

It was as if the wallpaper was splitting in the middle. The top layer of its pattern and colour unfortunately stuck to the layer of paint that I pulled off. However, the good quality of the wallpaper and its careful finish allowed the bottom layer to remain quite undamaged on the walls. The shine of the colours is gone and the pattern can only be guessed at. In painstaking work, however, I managed to remove the applied layer of paint everywhere.

Unfortunately, the paint layer could only be removed in a few places with the same vigour as on the very first wall. Even heating the paint didn't help everywhere, so I ended up using the blade.

Unfortunately, I damaged the wallpaper in some places, leaving unsightly holes. I filled and pasted over the damaged areas with snippets of the peeled-off layer of paint, on the back of which was the wallpaper pattern.

Now I put the door back in place. It needed new pins in the hinges. Now it can be opened and closed again.

The window, however, was a bigger problem. Somehow it didn't fit, something seemed to be missing. Luckily I was able to get photos from my collector friend who has this house in great condition in her collection. In these photos I noticed a kind of blue-green narrow window sill. Unfortunately, I didn't have this piece. I replaced it with a narrow wooden strip. To put this on better and to hide the damage under the window, I glued another strip against the wall to better support the window sill.

I have not yet seen a Kibri house with curtains, so unfortunately I do not know what beautiful curtain originally hung on the fine curtain rod above the window.

However, since the bar had broken and the wallpaper around the window also showed great damage, I decided, after taping the window against the wall from the inside, to hide the damaged areas behind a beautiful original Grünhainichen curtain.

Actually, I wanted to be satisfied with this result, but the exterior of the house shone so new under a greasy layer of paint. Fortunately, the colour tone seemed to me to be well chosen and was hardly distinguishable from the original. Only the sheen and the brush marks bore witness to the overpainting.

I couldn't help it, my acetone bottle was not yet completely used up. I tried my hand at the wall and, with the help of acetone and a blade, removed the entire coating from the narrow side wall of the veranda. What was revealed was a solid white colour, but without relief. I was no longer so sure that I had not removed too much. I tried to remove only the sheen of the paint on the wall around the window by carefully dabbing with acetone, without destroying the structure that had probably been created with the original paint. However, the texture quickly softened with it, so I soon gave up and left the wall with texture and some gloss.

Now the only thing that bothered me was the repainted frame of the porch. I began to remove the shiny greasy paint with my two approaches of acetone and blade.

Unfortunately, this could not be done without damage. In some places the bare wood is now peeping out, in others it looks slightly stained. In spite of everything, I am glad to have achieved more of an impression of a bygone era. --- Perhaps you can imagine that the weather has taken its toll on the outdoor seating, just like in real life. 

I would like to conclude my report with a plea for the preservation of original old doll's houses.

The overall impression of the coherence of the typical colours and shapes of old doll's houses can only shine in their original state. Time and play (after all, that's what they were made for!) have certainly left their mark on many of them. Nevertheless, one should consider very carefully whether the preservation of the original furnishings can be achieved through careful restoration. Especially with a paintbrush and our modern paints, which are of a completely different nature than the paints from the time of the doll's houses, the old is quickly destroyed forever. Or, as in the case of my Kibri house, it takes countless hours of work to restore it to some extent... 

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)


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