Freitag, 8. April 2022

Homü - Holzspielwaren Anton Müller

 Homü - Holzspielwaren Anton Müller
Another West-German wooden toy factory of the fifties and sixties.


Der Spiegel fehlt - aber seine Form kann man noch gut erahnen.
The mirror is missing.








 Laut "Lexikon der Puppenstuben und Puppenhäuser"
wurde die Holzspielwarenfabrik in Westerheim bei Memmingen
1948 durch Anton Müller gegründet.
Kaufläden, Puppenhäuser und -stuben wurden hergestellt.
Nach seinem Tod 1967 führte seine Familie die Firma noch bis 1974 weiter.

Von einer Sammlerin bekam ich vor Jahren diese Kopie,
auf der Anton Müller zu sehen ist.

 According to the "Lexikon der Puppenstuben und Puppenhäuser"
 (Encyclopaedia of doll's houses)
the wooden toy factory in Westerheim near Memmingen 
was founded in 1948 by Anton Müller.
Toy shops, doll's houses and room boxes were produced.
After his death in 1967, his family continued to run the company until 1974.

Years ago I received this copy from a collector,
which shows Anton Müller.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)



Leider sind Homü-Produkte nicht gemarkt.
Die Kaufläden kann man durch das obige Foto
identifizieren, die Puppenhäuser und Puppenstuben
durch ein weiteres Foto eines späteren Messestandes
im Lexikon.
Es wurde wohl wirklich nur Holz verarbeitet,
die Fenster sind Bastelteile von Häfner & Krullmann.

Unfortunately, Homü products are not marked.
The shops can be identified by the photo above.
the doll's houses from another
 photo of a later exhibition stand.

Probably only wood was used,
The windows are parts sold by Häfner & Krullmann.






















Eingerichtet mit einer Crailsheimer Küche.
A Crailsheimer kitchen


Sammlung Anna Setz

Sammlung Anna Setz

Sammlung Anna Setz



Vor vielen Jahren richtete ich eine dieser Küchen als Kinderkrankenstation ein.



Many years ago, I set up one of these kitchens as a paediatric ward.
 




 


    Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
diePuppenstubensammlerin
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Freitag, 1. April 2022

Sechziger Jahre - Bodo Hennig - The sixties

 
 
Die Formen, Farben und Materialien der Fünfziger Jahre 
bestimmten auch in der ersten Hälfte der 1960er Jahre das Design.
Das Design war weiterhin leicht,
 aber nicht mehr so verspielt oder gar extravagant wie vorher,
 eher einfach und schlicht. 
Die Farben wurden gedeckter und ruhiger,
 die Kontraste weicher. 
Holz spielte immer noch eine wichtige Rolle,
 wie zum Beispiel im Skandinavischen Teakholzstil.

Holz wird mit schlichtem Gelb und Grün kombiniert. 
Die Schränke sind flexibel, Oberschränke und Unterschränke
 können beliebig kombiniert werden.
 Die Stehlampe ist filigranes Schmuckobjekt. 
Wie gegen Ende der Fünfziger gehört eine TV-Radio-Kombination zum Wohnzimmer. 


 
1961 (Möbel)
1965-1967 (Stube) 

The forms, colours and materials of the fifties 
continued to dominate design in the first half of the 1960s.
 The shapes were still light,
 but no longer as playful or extravagant as before,
 rather simple and plain. 
The colours became more muted and calm,
 the contrasts softer. 
Wood still played an important role,
 as for example in the Scandinavian teakwood style.

Wood is combined with plain yellow and green. 
The cabinets are flexible, wall units and base units
 can be combined as desired.
 The floor lamp is a filigree decorative object. 
As towards the end of the fifties, a TV-radio combination is part of the living room. 




Ein Interview mit mir über das 
Möbeldesign der Sechziger Jahre
dargestellt durch die originalen Puppenmöbel dieser Zeit.
Dieses Hennig-Wohnzimmer ist auch dabei.
An interview with me...
... about the 60s interior design represented in dollshouses of that time. 

Vielen Dank an den Fotografen Sven Fennema aus Krefeld,
der meine 60er-Wohnzimmer so gekonnt in Szene setzte!
 
 
Many thanks to the photographer Sven Fennema 
who found such interesting points of view with his camera!



Der Tisch wird gerade gedeckt.
  Es handelt sich um zeitgenössisches Geschirr von der Firma Crailsheimer.
Der schön gedeckte Tisch war den stolzen Hausfrauen immer sehr wichtig. 
It is a contemporary tableware made by Crailsheimer.
The beautifully laid-out table was always very important for the proud housewife. 

 
  Dies wäre das original Hennig Geschirr aus dieser Zeit -
 

1961 bis 1968
This would be the original 60s tableware by Hennig. 
 
 
 
 
1965-1967 

 
 
 
 "Teakholz"
 links: 1961
rechts: 1964
 

 





 
Der Tisch ist fertig gedeckt.
Eine Verkaufspackung von Bodo Hennig.
1961-1968


Bodo-Hennig-Geräte mit Spieluhren 
Units by Hennig with music boxes 
 
 
 
 
1961 - 1964

 Die Musiktruhe mit Diabetrachter und Radio enthält eine Spieluhr, 
die auch 50 Jahre später ausgezeichnet funktioniert
 und nach dem Aufdrehen sehr laut "O Du fröhliche" spielt. 
Diese Spieluhren gibt es noch heute zu kaufen.

The TV-radio-cupboard contains a mechanical music box 
playing still very loudly a well known christmas carol. 
This type of musical boxes are still on sale.
 

 
 

Das Radio bis 1960 hatte ein anderes Display,
 ist aber ebenfalls eine Spieluhr und spielt lautstark
"Guten Abend gute Nacht" von Brahms.
Das Klavier gab es in den Sechzigern.
The radio cabinet until 1960 is a music box
 which can still play very very loudly 
(especially when standing on a wooden bottom)  

 
 
Klavier 1960-1969 piano
 
 
 
1964
 


 


Links: 1956-1960
Mitte: 1959-1964
Rechts:1961-1967
 


1961-1964





1965-1967 Metallbeine
1968-1970    Holzbeine





1968-1971
 
 
 
 
 
 1966
 
 
 
 
 
 




Mitte der Sechziger gehören kräftige Farbtöne wieder zum Wohnbild.
 Ein dunkles Bordeaux-Rot, Kontrastfarben Gelb, Orange und Blau.
 Metall wird mit Holz kombiniert, 
hier haben Tische und Sessel Aluminium- bzw. Stahlbeine. 
Drehsessel werden in Ost und West populär.
In the mid-sixties, strong colours were once again part of interior design.
 A dark Bordeaux red, contrasting colours yellow, orange and blue.
 Metal is combined with wood, 
Tables and armchairs have aluminium or steel legs. 
Swivel chairs are becoming popular in the East and West.
 

  
Der Teak-Schrank. - The teak cupboard.
1965-1967
 



 
 
1969 


Riesige wandfüllende Schrankwände für das Wohnzimmer
 ersetzen die leichtfüßigen kleinen Schränke und Sideboards.
Huge wall-sized wardrobes for the living room
 replace the light-footed small cupboards and sideboards.









Freitag, 25. März 2022

Schildkröt-Puppen - "Tortoise" Dolls

 

1937


The Rheinische Gummi- and Celluloidfabrik, Mannheim-Neckarau
has been founded in 1873.
1886 the first celluloid dolls appeared on the market. 
The "Rheinische" had succeeded in developing a production procedure
which for the first time guaranteed the manufacturing of dolls on an industrial basis.
Dolls that were light, washable and sanitary at the same time had not yet existed.
At the outbreak of WWI the "Rheinische" was the biggest doll factory in the world.

By the end of the fifties more and more celluloid dolls
are replaced by dolls made of acetate and vinyl.



1938

F. Bensinger gründete 1873 in Mannheim die 
Rheinische Hartgummifabrik, 
die 1885 in Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik
umbenannt wurde.
Als erstes deutsches Werk stellte es 1880 Roh-Celluloid her,
und seit den 90er Jahren lieferte die Rheinische
die ersten Celluloidpuppen der Welt.
Die Puppen sind auf dem Weltmarkt unter dem Markenzeichen
Schildkröt-Puppen
bekannt - die Härte und Widerstandskraft des Celluloids
verglich man mit der Härte eines Schildkrötpanzers.

Ende der 1950er Jahre ging der Celluloidanteil bei der Puppenherstellung zurück
und das nicht entflammbare Celluloidacetat (Tortulinpuppen) 
und das weiche Vinyl lösten es ab.

Nachkriegsanzeige



aus meiner Sammlung

Mädi
1953 - 1961
17 cm, Tortulon






Welche Schildkrötpuppen sehen wir denn in Puppenhäusern?
Natürlich nur die kleinen Modelle.
Püppchen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg sind sehr selten - 
aber immer sehr leicht zu erkennen,
da sie mit dem Schildkrötlogo gekennzeichnet sind.
Die Puppen aus den Zwanzigern und Dreißigern
sehe ich auch nicht oft, eher Minerva- oder Massepuppen.
In der Nachkriegszeit fällt besonders das Baby,
Strampelchen ins Auge, auch die Version in schwarzer Hautfarbe.
Wie viele Modelle, gab es auch dieses in verschiedenen Größen
und Ausführungen, nackt oder bekleidet.
Mehr und mehr kamen dann die Vinylpüppchen dazu
und die Zelluloidpuppen von Schildkröt verschwanden auch in den Puppenstuben.
 
 
 

Kleine Schildkröt-Modelle

"Bebi-Puppen" erscheinen zum ersten Mal 1910 - 
die Schreibweise ist typisch für Schildkröt.
Auch ein "Säuglingsbebi"-Modell, das
in den 1930ern vom "Strampelchen" abgelöst wurde,
ein etwas anderes Modell mit Babyfäustchen statt geöffneten Handflächen.
Es kann den Daumen in den Mund stecken.
Alle gab es in verschiedenen Größen und Ausführungen,
ab 7 1/2 cm,
auch als Stehbaby, mit festen Beinen und beweglichen Armen.
Bis in die 1960er wurde ein 13 1/2 großes schwarzes Stehbebi
(teilweise mit Bastrock, Perlenkette und goldenen Ohrringen) verkauft.

aus meiner Sammlung

Werbung 1950
Strampelchen - Baby-Puppe
nackt oder bekleidet
8 1/2 oder 25, 35, 45

aus meiner Sammlung

Stehpuppen
aus Celluloid gab es ab 1898. 
Sie waren aus zwei gepressten Hälften zusammengesetzt und
somit leicht herzustellen.
Kopf, Arme und Beine waren ursprünglich fest,
die Arme später oft beweglich.
Ebenfalls ab der Größe 7 1/2 cm.
Teilweise gemalte Schuhe und Strümpfe, auch gemalte Badekleidung,
oder mit Perücke.

Auch die "Fünf Schildkrötkinder" 
Hans, Inge, Bärbel, Christel und Strampelchen
wurden als kleine Stehpuppen verkauft.

Dazu auch Souvenier- und Trachtenpuppen,
genannt Modell Nr. 150.
Vor dem Krieg
schwarze gemalte Schuhe mit oder ohne Riemchen
und nach dem Krieg nur noch Riemchenschuhe,
mit weißen Söckchen natürlich.
Frühere Mädchen-Modelle hießen
"1923",
nach Nr. 150 kam das Puppenmodell Nr. 160.

1930 wurde "Anneliese" auch in 9 und 15 cm Größe angeboten,
zum Teil auch als "Klein-Erna" oder "Liselotte" mit anderen modellierten Frisuren.

Auch andere bemalte Puppen wurden verkauft,
die die Mädchen sicher auch in ihre Puppenhäuser stellten.
Märchen-, Buchhelden-, Trachten-, Spaßmotive wie
Hänsel und Gretel, Rotkäppchen, Kewpies, Clown, Engel,
Struwwelpeter, Suppenkasper, Max & Moritz.

Das sind alles wunderschöne Zelluloidpuppen,
die ich selten in den Puppenstuben der Dreißiger bis Fünfziger sehe.
 
 


 
Schildkröt-Zelluloidpuppe in Schwarzwald-Tracht -
sie wurde auch gerne als Tropfenhalter auf Tee- und Kaffeekannen verwendet.
Schildkröt celluloid doll in Black Forest costume.
Dolls were often used as a drip holder on tea and coffee pots.
 

 
 
 
 

Schildkröt Püppies - Schildkröt dollhouse dolls





Schildkrötpüppchen für die Puppenstube aus den 1960er/1970er Jahren.
rechts: Strampelchen
Little Schildkröt dolls for dolls houses from the 1960s-1970s.





Aktuelles und älteres Logo. - Current and older logo.






Which turtle dolls do we see in doll's houses?
Of course only the small models.
Dolls from the time before the 1st World War are very rare - 
but always very easy to recognise
because they are marked with the Schildkröt logo.
The dolls from the twenties and thirties
I don't often see them either, rather Minerva or composition dolls.

In the post-war period, the Baby,
The little romper, is particularly striking, also the version with black skin.
Like many other models, this one also came in different sizes
and designs, naked or clothed.
By the end of the 1950s more and more vinyl dolls were added to the range of product.
and the celluloid dolls from Schildkröt disappeared from the doll's houses.
Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
 
 
 
 


Modepuppen

in Lizenz von der American Character Incorporated (ACI)
Gaby, Kessy, Babsy
1966
Unten am Hals mit Schildkröt-Markenzeichen.
Nach zwei Jahren wurde die deutsche Produktion eingestellt.

Oben sehen wir rechts Gaby, 
im Vergleich mit Mattel-Produkten
aus der Familie Sonnenschein und Barbie jüngere Schwester Skipper.



1967
Werbung

Fashion Dolls
under licence from the American Character Incorporated (ACI)
Gaby, Kessy, Babsy
1966
Bottom of neck with Schildkröt trademark.
After two years, the German production was discontinued.

Above we see Gaby on the right, 
compared with Mattel products
from the Sonnenschein family and Barbie's younger sister Skipper.





Schildkrötpuppen im Spielzeugkatalog um 1966
 
 


 Der Kinder liebste Kinder
Schildkröt Jette
Spielzeugprospekt - 1972 - Toy leaflet








 





 
  Wenn nicht anders vermerkt, sind alle Fotos aus meiner Sammlung
diePuppenstubensammlerin
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